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HAPPY ENDS - WAHRE GESCHICHTEN

Baskers - Eine schöne Geschichte
Er kam aus der Hölle, Baskers, wie man auf den Fotos unschwer erkennen kann. Fast verhungert lebte er unter grausigen Bedingungen bis Tierschützer diesen Ort räumen durften. Was sie vorfanden ist unbeschreiblich und leider kam für viele Tiere jede Hilfe zu spät man fand nur noch ihre Kadaver. Alle die man retten konnte kamen in ein Tierheim, viel zu groß, viel zu viele Tiere, trotz aller Bemühungen blieb keine Zeit sich mit den einzelnen Schicksalen näher zu beschäftigen, kaum Ansprache, keine Bewegung für die Tiere.

Futter gab es reichlich, so wurde Basker vom Skelett zusehends runder, wurde stark übergewichtig und bekam dadurch massive Probleme mit seinen Gelenken. Wir hörten von ihm, sahen eine Pflegestelle nahm sich vor dieser Seele zu helfen. Egal wie es ausgehen würde.

Baskers kam zu uns, sein Blick war leer…..mit großen aufgerissenen Augen, apathisch saß er in unserer Nähe. Er konnte sich kaum bewegen, zum Aufstehen fehlte ihm die Kraft, so saß er an Möbel oder Wände gelehnt döste…..legte er sich, so habe ich ihm die erste Zeit aufgeholfen. Baskers war stark übergewichtig, hatte keine Muskulatur. Laufen war für ihn sehr beschwerlich, er schwankte hin und her, war steif, konnte nicht auf drei Beinen stehen, viel oft um, seine Pfoten hatten keine Hornhaut, so lief er sich diese die ersten Tage blutig. Aus Bandagen band ich ihm abwechselnd Schühchen. Wir gingen dreimal kleine Spazierrunden, es gab nur noch abgemessenes Diätfutter. Nach seinen Artgenossen schnappte er, er wollte nur seine Ruhe. Mit jeder Woche mit der er an Gewicht verlor, Muskulatur aufbaute, wurde er etwas mobiler….auch gewann er an Vertrauen zu uns und seinen Artgenossen, denn jeder bekam sein Futter und Schmuseeinheiten.

Jetzt lebt Baskers schon 6 Wochen bei uns ist nicht wieder zu erkennen, das Schwänzchen trägt er jetzt aufgestellt auf dem Rücken und wedelt unermüdlich, er kann von einem auf das andere Bein springen, auf drei Beinen markieren wie ein Rüde, vor Freude tanzen und bellen, im Kreis springen und seit wenigen Tagen ohne zu humpeln mit schreitenden Schritten spazieren gehen, ab und an mal etwas zu rennen. Baskers hat 4,5 kg Gewicht verloren eine Top Figur. Er liebt es mit uns unterwegs zu sein, mit seinem Hundekumpel im Garten zu schnüffeln oder einfach nur faul die Sonne zu genießen.

Jetzt ist er umgezogen in seine neue Familie. Es bleibt ein lachendes und ein weindendes Auge und die Gewissheit, dass jeder dieser Geschöpfe es verdient hat gerettet zu werden.

von Brigitte Urbasik



Ninas Traum!
Sie kam als Marianna zu uns und wir hatten keine Ahnung über ihren erbärmlichen Zustand. Die Tierheimhündin hatte sich in ihrer kleinen Box aufgegeben, geschätzt auf 7 Jahre mit einem etwas verformten Vorderbeinchen – so wurde sie uns angekündigt. Sie sollte eine Chance bekommen auf ein liebevolles Zuhause, noch ein paar Jahre „gut gehen – und wohl fühlen“ sollte sie kennenlernen. Was ankam hat uns zutiefst berührt. Ein Häufchen Elend, mehr Angst als alles andere, übergewichtig mit einem Hinterbeinchen, das sie nicht belasten kann. Welches Leid muss sie erlebt, welche schlimmen Erfahrungen mit Menschen gemacht haben, dass sie nur auf dem Boden kauert und wartet was geschieht.
Sie ist angekommen und wir werden sie begleiten bis ein Menschenherz sich für sie entscheidet und ihren Traum wahr werden lässt. Den Traum –erwünscht zu sein-

So begann Ninas Geschichte bei uns und wir haben ihre Entwicklung zurück zum Leben beobachtet und uns an ihr gefreut. Ein Auszug aus dem „Tagebuch“

GLÜCKSMOMENTE
….. für Nina und ganz besonders für die Zweibeiner – Nina erwacht zum Leben! Die Nase am Boden geht sie inzwischen auf Gassigänge mit ihrem Rudel mit. Was für ein schönes Bild, sie nimmt alles auf, „liest“ Hundezeitung….. wie viele Jahre musste sie vergeblich darauf warten. Ihre Menschen begrüßt sie inzwischen freudig beim Nachhausekommen und sie kommt zum Schmusen zu ihnen. Im Hunderudel wurde sie komplett aufgenommen. Sie hat endlich eine Familie.
Nächste Woche werden die Fäden gezogen. Nina hat alles tapfer weg gesteckt und belastet nun das Beinchen schon wieder. Beim Ausruhen lagert sie es lässig nach oben! Das Herz hüpft einem vor Glück wenn man diese Verwandlung beobachet.

Ninas Augen beginnen zu leuchten!
der schwarze Wächter erwacht so langsam zu Leben, begrüßt mich mit den anderen an der Tür wenn ich nach Hause komme und will jetzt immer mit wenn wir Gassi gehen. Auch draußen ist sie nicht mehr so überängstlich wenn wir andere Leute treffen. Jetzt hoffe ich bloß das man das Beinchen richten kann und sie dann ein ganz normaler Hund sein darf.

Die OP war bald vergessen – wäre da nicht die rasierten Beinchen. Nina ist stark, die Wunden heilen schnell, sie bemüht sich mit dem Rest des Rudels mit zu halten und bald ist sie wieder mit dabei wenn es in die Wiesen geht.
Dank einer wunderbaren Sponsorin mussten wir uns um die OP-Kosten bald keine Sorgen mehr machen. Einen Riesendank an dieser Stelle!

Es ging aufwärts und die Pflegestelle berichtete bald : Ninas Traum
......hat sich schon zur Hälfte erfüllt- sie durfte in ihrer Pflegefamilie erfahren, was es heißt geliebt und umsorgt zu werden, ein kuscheliges Plätzchen zu haben und das es Menschen gibt die es nur gut meinen. Sie besucht mit uns den SWR in Baden-Baden und wird dort in der Sendung „Kaffee oder Tee“ vorgestellt. Natürlich benimmt sie sich vorbildlich. Es folgt er Anruf einer Interessentin die Nina auf Anhieb in ihr Herz geschlossen hat.

Ein Tiefschlag dann: Heizöl wird geliefert. Nina ist im Flur, ihre Bezugsperson nicht Zuhause, der Lieferant ist ein Fremder vor dem sie Angst hat, er lässt die Tür offen und in Panik entwischt Nina. Aus dem Haus, über die Straßen, ins Feld. Die Tage danach ein Alptraum. Immer wieder wird sie gesichtet, immer im Umkreis der 3 Nachbarorte, immer in Panik vor den Fremden, die ihr doch helfen wollen. Wir suchen Tag und Nacht – es scheint aussichtslos – sie muss wohl alleine zurück kommen….. bis sie Kindern begegnet zu denen sie offensichtlich Vertrauen hat.
Völlig erschöpft bleibt sie bei dem Jungen auf der Wiese liegen, lässt sich streicheln und so finde ich sie vor als ich, von einem Anruf der Eltern alarmiert, dort eintreffe. Die Momente danach „ohne Worte“ Jetzt, eine Woche danach sind die unzähligen Zecken unter ihrem Fell, die aufgescheuerte Nase, die wunden Ballen und die Angst vergessen. Nina ist inzwischen in ihr neues Zuhause umgezogen. Ab jetzt wird ein anderer Mensch für ihr Glück und ihr Leben verantwortlich sein. Was wir für sie tun konnten haben wir getan, mit Freude und sie hat uns unendlich viel zurück gegeben.

Wir alle freuen uns mit ihr und hoffen, dass wir bald von dort berichten können von ihrem wahr gewordenen Traum.

von Brigitte Urbasik



Iras Erfolgsgeschichte
Oktober 2009 - Rambo im Paradies – eine Geschichte die Mut macht und traurig stimmt!

Seine Mutter, eine kleine bezaubernde Hündin an einer kurzen Kette, ca. 200 m vom Haus des Besitzers entfernt an einer befahrenen Straße gelegen. Um die verstaubte Hütte herum Gerümpel, Gestrüpp, Berge von Kot, Steine und Dreck und riesigen Knochen, die man der Kleinen wohl als Futter bietet. Die Hütte aus Metall im Innern verdreckt, ohne Decke……. Die Behälter, die wohl aus Schüsseln dienen sollen sind angefressen, verdreckt und schimmlig, worin die Kleine Wasser bekommt ist einem ein Rätsel….

„Ira“ wie wir die Kleine inzwischen nennen war von der Straße her kaum zu sehen. Der Rüde, der am Grundstückeingang an der Kette liegt war der Grund warum wir näher hinschauten. Zu unserem großen Schrecken lagen im Dreck, zwischen den Steinen 4 neu geborene Welpen, die Augen noch geschlossen. Drei davon waren weiß, der vierte hatte die schwarze Maske seiner Mutter – „Rambo“!

Von da an war jeden Tag morgens und abends aufräumen um die Hütten angesagt, das Entfernen von all dem alten Unrat und das Versorgen mit Wasser und Futter der Hunde. Was für eine Freude zuzusehen wie sie es dankbar entgegen nahmen. Die Hütte wurde geputzt, mit weichen Decken ausgelegt. Wir ließen von einer Griechin vorher die Erlaubnis der Besitzer einholen, auch die, dass wir die Welpen im entsprechenden Alter abholen lassen dürften um für sie ein Zuhause zu finden. Es bestand ja die Gefahr, dass sie auf die Straße liefen und dort überfahren worden wären. Ira dürften wir kastrieren lassen, so wurde uns gesagt, für den Rüden eine Hütte aufstellen………..

Da haben wir noch daran geglaubt, dass man uns das alles erlauben würde. Leider interessiert so ein Versprechen nicht lange. Ira hängt an ihrer kurzen Kette, nicht kastriert, wir fürchten, dass sie wieder Junge bekommen wird. Alles Reden, Bitten half nichts, Die Hunde bleiben!

Einzig die Kleinen durften wir zu uns holen. Sie kamen allesamt gut in neuen Familien unter. Sie leben im Paradies und Rambos Besuch bei uns, der inzwischen fast ein Jahr alt ist, hat mich dazu bewegt diese kleine Geschichte zu schreiben.

- Eine unendlich traurige Geschichte, die überall jeden Tag Realität ist.

- Und ein Happy End das jedem von uns Mut machen sollte nicht weg zu schauen wenn er Tierelend sieht sondern zu versuchen es zu mildern.

Wir werden Ira und ihren großen Freund am Tor nicht vergessen. Und vielleicht, irgendwann, wenn wir beharrlich genug sind werden wir die beiden von ihrer Kette holen können und dann sollen sie das andere, das schöne Leben kennen lernen. Wir hoffen!

Juli 2010

Nach einer langen Zeit des Hoffens und Bangens……… Sie sind bei uns : „Max“ und „Ira“

DANKE allen, die es möglich gemacht und nicht aufgegeben haben!!

Anbei ein Foto von Ira im Paradies

Brigitte im Glück



Hope
Seine Geschichte erreichte mich per mail. Seit ich sein Foto gesehen hatte ließ es mir keine Ruhe mehr und ich setzte mich mit „Ela“ in Verbindung, die sich um Hopes Schicksal kümmerte und ihn retten wollte. Sie berichtete von seinem Leben auf der Straße bei minus 20 Grad, von seinem verkrüppelten Vorderlauf der ihn behinderte und es ihm schwer machte vor den Misshandlungen der Menschen zu flüchten.

Nach einem Aufruf u. a. über flugpate.com meldeten sich einige Leute und auch Orgas die Hope helfen wollten. Ela schaffte es ihn von Rumänien und von der Straße zu holen.
Voller Begeisterung las ich den Bericht des neuen Frauchens und schaute mir die Fotos eines glücklichen Hundes an der sein Leben ab jetzt genießen kann.
Das neue Frauchen schrieb einen kleinen Bericht über Hope den ich hier anschließen möchte.

„Als Hope bei mir ankam hat er mich ganz schön auf Trab gehalten. Als ich ihn gestern geholt habe und er bei Michael aus dem Auto gestiegen ist, da war er der einzige von den vielen Hunden, der zu mir kam und mich an der Hand geleckt hat:). Als wir zu Hause waren, wollte ich ihm erstmal die Leine anlegen. Da hat er aber ganz schön Panik bekommen. Als ich ihn beruhigt hatte, habe ich ihn bei uns in den Garten gelassen, der ja EIGENTLICH eingezäunt war......naja Hope hat sich durch die hecke durchgequetscht und ist erstmal abgehauen...man ist er schnell mit seinen 3 Beinen - naja...hab ihn ja dann wieder gefunden:) im Moment liegt Hope grade im bett und schläft...was er eigentlich den ganzen tag macht:) er mag gar nicht mehr aufstehen. habe ihm heute ein Geschirr gekauft, weil er vor dem Halsband so eine Angst hat.

Heute morgen hat ihm das noch nicht gefallen - aber heute Abend konnten wir sogar schon spazieren gehen ohne dass er in die Leine gebissen hat:) Er lernt so schnell und ist so lieb. wenn ich irgendwo sitze, quetscht er sich immer noch irgendwie auf meinen Schoß nur um bei mir zu sein:) und er hat jetzt schon ein wahnsinniges Vertrauen. Er hüpft sogar schon ganz alleine ins Bett, ist ja auch sein Lieblingsplatz. Ich muss mich wohl damit abfinden, dass ich in meinem Bett keinen Platz mehr habe^^ war gestern auch gleich noch mit ihm beim Tierarzt. Der hat gesagt das Hope total gesund ist:) und er ist 2 Jahre alt:) hab ihn gestern sogar noch gebadet weil er ganz schön gestunken hat.

Gestern hat er meine Katzen auch noch ganz schön angeknurrt und heute fressen sie schon aus einem Napf. Das hätte ich nie gedacht:) hihi jetzt kommt er grade...er hat bestimmt wieder Hunger wenn er sogar aus dem Bett geht - also er ist wirklich ein ganz ganz toller Hund und fühlt sich hier pudelwohl. Habe dir ein paar Bilder mitgeschickt. Also Hope gebe ich nicht mehr her:) er ist sooooooooooo toll.
Viele liebe Grüße und nochmal dankeschön.“

Wieder ein „Seestern“ mehr!

Ela wird weiter versuchen den Hunden in Not, die kaum eine Chance haben, zu helfen. Wer gerne Kontakt aufnehmen und sie unterstützen möchte: Ela: elatolbaru@hotmail.com
Glückliche Grüße
Brigitte



Bärchens neues Zuhause
Für alle, die Bärchens Schicksal verfolgt haben, aber selbst nicht helfen konnten, hier nocheinmal der Notruf und anschliessend die Nachricht über das "Happy End"! Eine liebe Katzenmama, die selbst eine Katze von uns hat, vermittelte Bärchen an ihre Tante, die vor kurzem ihre Katze verloren hatte und der Bärchens Geschichte sofort zu Herzen ging!

**********

Hier der Notruf:

Hallo Ihr Lieben,

könnt Ihr bitte alle mal rumfragen oder die Mail an potentielle Interessenten weiterleiten?

Die arme Katze tut mir total leid! Sie sitzt seit 3 Monaten im Keller des Hauses, in dem sie ursprünglich mal gelebt hat. Der Sohn der Besitzerin will das Haus verkaufen und die Katze "muss weg".
Vielleicht kennt Ihr ja eine ältere Dame, die Gesellschaft auf dem Sofa braucht.

Als es der jetzigen Besitzerin noch gut ging, hat sie ihren Nachbarn wohl immer erzählt, dass sie mit der Katze auf dem Sofa sitzt und Fernsehen schaut. Wie der Sohn der Dame zu Katzen steht, erkenne ich unschwer an dem Bild, auf dem er sie hält...

Die Katze wird nicht über uns vermittelt, ich habe hier nur meine Hilfe angeboten...

**********

Hier der erste Bericht nach Bärchens Umzug:

Soderle, seit paar Minuten wieder daheim ...

Natürlich haben wir Bärchen mitgenommen.
Marianne selbst war vom ersten Anblick nur verliebt in Bärchen. Im Auto hatte sie die ganze Zeit ihre Finger durch die Gittertür gehabt und Bärchen legte da schon ihr Köpfchen auf Mariannes Finger.
Im neuen Zuhause angekommen öffneten wir die Box vor der Katzentoilette (dass sie das als erstes weiß, wo sie ist) und machten uns auf eine Wartezeit gefasst, bis Bärchen sich raus trauen würde - aber: Pustekuchen! Bärchen kam sofort heraus, binnen drei bis fünf Minuten hatte sie schon die komplette Wohnung abgetigert und grob inspiziert und Marianne hat Freudentränchen verdrückt.

Gerade rief sie nochmal an und sprudelte wie ein Wasserfall: Bärchen hat gefressen und folgt Marianne auf Schritt und Tritt und liegt nun neben ihr auf dem Sofa und ist schmusig *g*

Egal, wie lange Bärchen noch am Leben sein wird - einen liebevolleren Lebensabend als bei Tante Marianne kann ich mir nicht vorstellen und nach dieser elendigen Kellerzeit - ab jetzt hat Bärchen jeden Tag einen schönen Tag.

Das ist nun wirklich ein Happy End und wie Ostern und Weihnachten *freu*

So, anbei noch die wenigen Bilder, die wir auf`s Erste gemacht haben:
Marianne mit Bärchen bei der Übergabe, dann verfolgten wir kurz Bärchens erste Erkundungsschritte im neuen Heim.

Liebe Grüße,
Julia



Ein Wunder für Anna
Seit Jahren versuchen wir den Tieren auf Malta ein besseres Leben zu ermöglichen. Wir unterstützen Tierschützer dort mit unseren bescheidenen Mitteln und bekommen natürlich oft Hilferufe von ihnen.

Am 23.02.2009 „landete“ so Anna in meinem „mail Eingang“. Eine Hündin, die hochträchtig dort unter unzumutbaren Bedingungen lebte und auf die Niederkunft wartete. Viel Zeit blieb nicht, das war ihren Rundungen anzusehen.

Am 23.02.2009 schickte ich den Notruf über den Verteiler und noch am selben Abend und am nächsten Tag erhielt ich Rückmeldung von Vereinen die anboten Anna zu sich zu nehmen. Sie sollte in einer Umgebung gebären können, die dem Nachwuchs ein Überleben ermöglichten. Das wäre auf Malta nicht möglich gewesen!

Ich bin immer wieder gerührt und begeistert wie viel Mitgefühl und Tierliebe viele Menschen entgegen bringen wenn sie vom Schicksal eines in Not geratenen Vierbeiners erfahren. Da scheint der alltägliche Konkurrenzkampf, den es leider immer wieder gibt, plötzlich wie weggeblasen.

Anna hatte also die Zusage auf einen schönen Platz im Welpenwaisenhaus und das löste auf Malta natürlich einen Freudensturm aus! Reisefertig war sie schon, so wurde am nächsten Tag der Flug gebucht und Anna konnte am 26.02. per Flieger in eine bessere Zukunft reisen. Eile war geboten.

Am Freitag, 05.03., brachte Anna ihre 4 Welpen zur Welt, allesamt gesund und propper. Beim Tierarztbesuch wurden mehrere Schrotkugeln in Annas Körper festgestellt! Was für eine Welt!

Anna geht es trotz allem gut. Sie bekommt Geborgenheit und kann in Ruhe und Würde ihren kleinen Wurf aufziehen. Mich macht das glücklich und ist Entschädigung für die vielen grauenvollen Nachrichten, die wir tagtäglich über den Verteiler bekommen.

Für mich ist es – Annas Wunder –

Danke allen, die es möglich gemacht haben!

Brigitte Vom Team Animalta e. V. Suche-herrchen.com



Monka
Seit einem Jahr bin ich Pflegestelle für den RTH auf Gran Canaria und im April nahmen wir mal wieder neue Hunde am Flughafen HH in Empfang.Es waren 1 Rüde und 1 Hündin,beide mit einem unschönen Schicksal und beide sehr klein.Die Hündin war auf Gran Canaria umhergeirrt,ohne Anschluß an ein Rudel und wurde von Freunden unserer Tierschützerin vor Ort eingefangen und zu ihr gebracht.Schon am Flughafen machte sie einen überaus verstörten Eindruck und verließ nach der Ankunft bei uns das Haus 2 Tage nicht!

Danach ging sie nur mit meinem kleinen Sohn als Begleitung einige Meter in den Garten und schloß sich auch sonst sehr eng an ihn an.Das diese kleine Maus bei uns bleiben würde,war also klar.nach und nach überwand sie ihre Angst und nahm an den Spaziergängen teil,allerdings mußte mein Kleiner immer mit,sonst blieb sie auch zu Hause. Inzwischen ist aus unserer "Monka"ein fast normaler Hund geworden für den "Gassi-gehen"das schönste geworden ist(auch ohne ihren kleinen Kumpel), sie begleitet mich zur Schule,um ihn abzuholen und hat nun sogar mit ihm zusammen einen Pokal auf einen Schau"Kind mit Hund"gewonnen (vom "Strassenköter"zum Pokalsieger)

Wir lieben sie über alles und wünschen unendlich vielen Hunden,daß sie das Glück haben werden,eine eigene Familie zu finden und tun alles in unserer Macht stehende,damit das klappt! Ganz liebe Grüße Susanne



Santito schreibt aus seinem neuen Zuhause…
Hola, hier meldet sich der kleine Santito (jetzt Simon). Jetzt bin ich schon über zwei Wochen in meinem neuen Zuhause und es gefällt mir ganz prima. Meine neue Mama hat ja wirklich eine lange Leitung gehabt, bis sie endlich begriffen hat, daß sie mich unbedingt als Vierthund noch braucht. Aber dann hat sie doch noch die Kurve bekommen und vor gut zwei Wochen durfte ich dann endlich nach Deutschland reisen. Tante Ina, eine Freundin von der Mama, hat mich in Köln abgeholt und bis Hamm mitgenommen. Da hat dann meine Mama auf mich gewartet.
Na die hat sich vielleicht gefreut als sie mich in die Arme schließen konnte. Wir haben dann erstmal einen kleinen Spaziergang gemacht bevor es weiter ging nach Hameln in mein neues Zuhause. Hier wurde ich dann gleich von meinen neuen Brüdern und vom kleinen Momo (ein armes Pflegekind von Mama) begrüßt. Die waren gleich sehr lieb zu mir und wir verstehen uns auch alle prima.

Abends hat mich die Mama dann erstmal gebadet. Da gab es kein Pardon. Sie hat mächtig gestaunt, wie viel braune Brühe trotz meines neuen superkurzen Haarschnitts da herunter kam. Danach fühlte ich mich wie neu geboren. Nur meine Ohren sehen immer noch wie Kohlengruben aus. Wir fahren jeden zweiten Tag zur Frau Doktor und ich bekomme eine Ohrspülung. Da werde ich immer noch total panisch!! Inzwischen darf die Mama aber schon meine Außenöhrchen mit Feuchttüchern sauber machen. Ihr könnt Euch nicht vorstellen was da alles raus kommt.
Eigentlich sollte ich ja auch schon operiert werden, weil meine Hoden doch im Bäuchlein sitzen. Aber beim letzten Blutbild hat sich herausgestellt, daß ich einen Titer in Ehrlichose und Babesiose habe. Das wird jetzt mit Tabletten und Spritzen behandelt. Danach werde ich dann operiert. Dann werden auch gleich meine Zähnchen gereinigt und meine Ohren richtig geputzt. Ich werde jeden Tag mit einer weichen Bürste gebürstet, damit meine Haut gut durchblutet und ich gewöhne mich gleich daran bis mein Fell wieder lang gewachsen ist.

Am besten gefällt es mir in Mamas Garten. Da kann ich ohne Leine laufen und mit Schneeflöckchen toben. Die Spaziergänge sind auch toll, aber da muß ich immer noch an der langen Leine laufen. Im Garten gibt es auch so ein paar Agilitygeräte. Den Tunnel finde ich ja noch ganz lustig. Nur ich weiß immer noch nicht, warum ich über diese alberne Hürde springen soll. Ich habe der Mama schon gezeigt, daß man da ganz bequem drum herum laufen kann. Ich glaube, das muß ich noch mit ihr üben. Sie hat es wohl noch nicht richtig verstanden…..

Ich glaube, ich hatte gleich ein ganzes Heer von Schutzengeln, daß es mir heute so gut geht und ich möchte mich auch gaaaaanz lieb bei allen bedanken,  die mich gerettet, gepäppelt, gepflegt und dafür gesorgt haben, daß ich heute hier sein darf. Ich drücke meinen Freunden aus Spanien ganz doll die Pfote, daß sie auch soviel Glück haben wie ich. Die Mama liest mir jeden Tag vor, welcher Kumpel wieder „reserviert“ ist und bald in sein neues Zuhause umziehen darf.

Jetzt schicke ich Euch noch ein paar ganz dicke feuchte Schlabberbussis und ein paar Fotos hänge ich auch gleich noch an

bis bald Euer glücklicher Santito (Simon)



Captain Jack Sparrow (alias Prince) - sooo lange musste ich auf dich warten...
Entdeckt habe ich "Prince" Ende Januar 2009 durch Zufall auf der HP des Vereins "Katzenwaisen e.V.". Sofort habe ich mich in ihn verliebt, vor allem weil ich doch immer einen roten Kater haben wollte. Dazu kam noch die Tatsache dass ich nur noch EINEN Platz frei hatte hier bei mir, denn ich hatte ja bereits drei Fellnasen.

Und den letzen Platz sollte eine Handicap-Katze bekommen. Und da Jack mit seinem fehlenden rechten Auge so gut wie keine Chance hatte in Portugal vermittelt zu werden, habe ich spontan eine mail an den Verein geschrieben. Bereist 2 Tage später war ich für eine Vorkontrolle vorgemerkt und am 7. Februar stand fest dass der Süße zu mir kommen darf.

Doch dann ging die Warterei los.....es wurde Ende Februar und kein Flugpate in Sicht. Dann im März war man sich in Portugal nicht mehr sicher ob mein Katerchen zu mir kommen darf, denn er hatte mittlerweile einen chronischen Schnupfen entwickelt und man wollte seine Gesundheit nicht in Gefahr bringen. Doch ich hatte großes Glück dass der deutsche Verein die Menschen vor Ort in Portugal davon überzeugen konnte, dass hier in Deutschland die medizinische Versorgung sicher noch besser sein würde als dort oder zumindest nicht schlechter!

Also wieder weiter suchen nach einem Flugpaten...Mittlerweile hatten wir April...und ich konnte kaum noch glauben dass er jemals bei mir "landen" würde. Doch am 12. April dann habe ich einen Flug gebucht, da sich eine liebe Internetfreundin bereit erklärte mir mein Katerchen zu holen. Bisher hatte ich daran noch nicht ernsthaft gedacht, da ich selbst nicht hätte fliegen können, da ich erst im Sommer wieder Urlaub gehabt hätte und im April operiert werden musste. So dass ich da nicht hätte fliegen können. Und ein Flug am Wochenende hin und zurück, das kann man kaum zahlen. Zumindest bin ich finanziell dazu nicht "mal eben" in der Lage.

Um so mehr freute ich mich dass der kleine Kerl dann am 1.Mai in Köln landete! Von da aus musste er aber dann erst mal noch stationär zu einem mir bekannten Tierarzt um für ein paar Tage durchgecheckt zu werden. Nur um sicher zu sein dass er weder FIV noch Leukose oder andere ernste Erkrankungen mitbringt. Schließlich habe ich ja die Verantwortung für meine bereits vorhandenen Fellnasen.

Gott sei dank war Jack IIV und Leukose ´negativ, allerdings stellte sich heraus dass er neben dem Schnupfen auch Giardien mitgebracht hatte. Also musste er nun insgesamt ganze 4 Wochen beim Tierarzt bleiben und er war ein ganz toller Patient, durfte dort auch mal rumlaufen und wurde von den Tierärzten sowie deren Angestellten und Söhnen regelmäßig bespielt. So dass ihm die Zeit sicher weniger lang erschien als mir. ;-)

Trotzdem tat er mir sehr leid und ich war überglücklich als ich ihn endlich abholen und in den Arm nehmen konnte. Mittlerweile hat er sich super eingelebt, versteht sich prima mit meinen anderen drei Fellnasen und ich hätte nie gedacht dass eine Zusammenführung so schnell und ohne große Komplikationen stattfinden kann. *freu*

Captain Jack ist ein super Schmuser und schläft vom ersten Tag an neben mir auf meinem Kopfkissen. Was ich mindestens so sehr genieße wie er.

Nun brauchen wir nur noch alle Daumen von euch, denn wir hoffen dass wir den blöden Schnupfen doch noch so weit weg bekommen dass er nicht mehr als chronisch eingestuft werden muss. Denn Jack ist ja erst 11 Monate alt und da kann ich zumindest noch hoffen dass es für eine gänzliche Heilung noch nicht zu spät ist.

Lieben Gruß an euch alle, Marita mit Captain Jack, Kira, Jerry und Billy



Die Geschichte von Timutzi, dem kleinen Bär
12. Januar 2008

Hier die erlösende Nachricht von seiner neuen Mama:

Hallo Antje, er ist DAHEIM bei mir auf dem Berg, in der Stube mit meinen 2 jüngsten Katzen. Heidi war mit dem kleinen Möpsi auch dabei. Es war so lustig, mein Kleiner Kater und Möpsi spielten zusammen. Der Opi ist so ein lieber armer.....hört wohl kaum noch und sieht auch noch kaum. Aber liebt die Hand und liebkost zu werden. Ich werde mich sehr bemühen. Ich bin sooooo froh, dass ich dem Hundeliopa noch eine schöne Zeit geben kann. Macht Euch alle keine Sorgen, er wird es schön haben, ich hoffe lange, lange, lange, lange!!!!! Somit von mir viele liebe Grüsse, ich werde heute Abend wieder berichten! Ich drück Euch ganz fest Marie-Louise

Ja wir haben es gewagt, den alten Mann von Linz in das Berner Jura zu transportieren. Weil wir wussten, dass er genau dorthin gehört. Dort soll er leben und sterben.

Hier chronologisch die Geschichte seiner Rettung:

Kurz nachdem ich mich entschieden haben, den alten Opi-Spitz (jetzt mein Karl J) aus der letzten „Nitra-Lieferung“ bei mir zu behalten, erhielt ich schon von Heidi Bernhard die Nachricht, dass wieder ein Spitz-Opi in Nitra eingetroffen ist. Er lag tagelang in einer Wasserrinne. Konnte nicht mehr, war völlig am Ende. Im Auffanglager angekommen, hat er nur geschlafen. Das war so um den 20. Dezember 2007.

Als ich da von ihm hörte, gab es sofort die Idee, dass mein kleiner Karl, sein Pate sein soll. Nun es war Weihnachten und ich befand mich Urlaub und an einen Transport so schnell nicht zu denken. Doch Heidi plante den Transport auch ohne mich. Dieser Engel. Sie organisierte gemeinsam mit einer Tierschützerin eine Übernahme der Hunde in Passau. Doch tragischerweise konnten leider nicht alle Hunde in Passau übergeben werden und Heidi musste 4 Hunde wieder mit nach Linz nehmen. Der alte Opi war auch dabei. Ein Drama nach so vielen Stunden der Fahrt dann dies. Wohin nur mit den Hunden? Alles platzte aus den Nähten bei ihr. Zurück nach Nitra kommt ja gar niemals in Frage. Doch der kleine Bär fand eine vorübergehende Bleibe bei einer Tierschützerin in einer Igelstation im Keller.

Nun so war Opi nun wieder mein Rettungskandidat. Was übrigens mein Karl auch bestätigte. Als ich so vor dem PC saß und mir das Foto vom Spitz ansah, kam Karlchen vorbei. Ich nahm in hoch auf meinen Schoß und was machte er. Er sah auf den Bildschirm und küsste ihn. IHN, na Opi natürlich. Ich erzähle nichts als die Wahrheit. Nur die Wahrheit!

Kurz darauf fiel mir Marie-Louise Hunziker ein. Wir lernten sie durch die Rettungsaktion von Askia kennen. JA sie ist die einzige Person auf dieser Erde für den alten Mann. Marie-Louise Hunziker lebt in auf einem Berg im Berner Jura. Idyllischer kann man nicht leben. Und sie hat ein solch großes Herz. Schnell schrieb ich ihr also eine Mail mit Foto von dem Opi-Spitz und das antwortete sie mir noch am nächsten Morgen (3. Januar 2008):

Guten Morgen Antje, ich habe geträumt...in meinem Alter...von einem armen kleinen "Timutzi" (kleiner Bär auf französisch) der (vielleicht) zu mir kommen wird. Ich fühlte ihn schon in meinem Arm. Ich freue mich immer wenn es etwas Schönes gibt...auch wenn der Kleine vielleicht ein anderes schönes Zuhause findet...dann sollte es so sein. Das würde ich auch bestens verstehen...so eine weite Reise zu mir.... Falls es klappen könnte: er kann zu mir kommen . Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag und grüsse Sie herzlich Marie-Louise

Ein Glück, er hat ihr Herz getroffen. Ja Timutzi soll zu ihr. Doch dann eine schreckliche Nachricht von Heidi:

Liebe Antje, Fr.Burgstaller - die Pflegestelle vom Spitzi hat mich gerade angerufen - die Tierärztin gibt ihm noch wenige Wochen - er möchte nur geliebt werden - hat extreme Herzrythmusstörungen - bekommt Lanitop und Rimadyl für die Gelenke. Sie meint, dass wir ihn nicht mehr so weit transportieren sollen. Hat extrem erhöhten Augendruck - das sieht man auch auf den Bildern - wieder ein Hund der nur zum Sterben gekommen ist.

Doch Opi spürte wohl, dass es nun zu früh zum Aufgeben ist. Er spürte, dass jemand auf ihn wartet. Denn nach ein paar Tagen stabilisierte sich dank der Medikamente sein Zustand. Wir beginnen erneut über eine Reise nachzudenken. Die Alternative: unerträglich. Nun in der dunklen Igelstation zu sterben. Vielleicht allein, weil keine Zeit für ihn ist.

Die Tierärztin gibt einen Tag später ihr Einverständnis für die Reise. In 5 – 6 Tagen kann die Reise also beginnen. Von der Pflegestelle erfahren wir, dass der Opi wie eine Puppe ist. Wo man ihn hinsetzt bleibt er - bellt nicht, schläft 8 Stunden am Tag - er braucht nur ein warmes Bettchen und gutes Futter.

5. Januar 2008 – Marie-Louise schreibt so lieb:

Hallo Antje, danke, danke, wir freuen uns so. Ich war gestern schnell in St.Imier einkaufen und habe meiner Schwester eine Kopie mit dem Bildli mitgebracht. Das Bildchen des Kleinen hat gleich in ihrer Stricktasche (sie strickt Hundemänteli für Hundehilfe) unter der Wolle an der Wärme ein Plätzchen gefunden. Sie wird sicher oft zu mir hoch kommen (tat es nicht zuvor weil sie ihr altes Hundeli nie alleine liess). Wir werden es schön haben. Ihr seid alle sooo lieb und ich kann für die Reise nicht helfen. Dafür werde ich den Kleinen sooooooooo lieb haben. Herzliche Grüsse Marie-Louise

Wir derweilen planen den Transport. Linz – Bern – und dann auf den Berg. Ich versende eine Email an alle die es möglich machen könnten, immerhin einen Teil der Strecke zu fahren. Die große Hilfe dabei ist kommt sofort von Heidi von der Hundehilfe Schweiz, denn sie sagt zu bis Bregenz zu kommen und zusätzlich Timutzi auch noch auf den Berg hoch zu bringen. Das ist Engagement für die , die sich nicht selbst helfen können. Ihr gebührt mein größter Respekt. Der Rest ist dann schnell organisiert. Heidi Bernhard bringt mir den Hund bis nach München und ich fahre ihn bis Bregenz. Hurra.

Eine Nachricht von Frau Hunziker an Heidi:

Liebe Heidi, danke für Ihr Mail. Hoffen wir für Spitzi das Allerbeste. Für mich heißt er schon "Timutzi" auf franz. kleiner Bär. Ich habe auch eine kleine Yorky schwer herzkrank, l4 jährig, seit über einem Jahr schwer herzkrank. Sie bekommt ihre Medis zwischen l6 und 17 Uhr und früh morgens zwischen 4 und 5 Uhr! Für meine Tierärztin fast unverständlich dass sie noch lebt. Ich bin sicher, dass Ruhe und Zufriedenheit, einen Garten, Bioessen und viel Liebe dazu beiträgt, dass meine Hundeli so alt werden. Mustic wird im Febr. l6. Also hoffen wir für den Kleinen das allerbeste, ich schick ein Gebet zu meiner Tochter im Himmel! Liebe Grüsse Marie-Louise

Wir verabreden den 11. Januar 2008. Alles geht reibungslos. Heidi kommt mir ihrem Transporter. Wir treffen uns hier in der Nähe vom Ammersee. Timutzi ist dabei. Ich sehe ihn zum ersten mal nun live. Aber ich bin schockiert. Er sieht erbärmlich aus. Ist sehr irritiert. Weiß nicht wohin. Er scheint blind zu sein. Fast auf jeden Fall. Wir betten ihn in mein Auto. Dort liegt ein Schaffell auf dem Beifahrersitz und Emmi und Karl warten schon auf den Ehrengast des heutigen Tages. Heidi hat noch Jumbo dabei. Sie hofft, dass ein Familie in Augsburg sich für ihn erwärmt. In Augsburg holt sie Futter für die armen Hunde in Nitra. Nach ein paar Minuten der Herzlichkeit mache ich mich auf den Weg. In Bregenz bin ich schnell. Nur 1,5 h. Er weint und ist unruhig. Aber die Hand wenn man ihm reicht, macht ihn ruhig. Er rührt mich sehr. In Bregenz treffe ich Sonja. Eine Tierschutzfreundin von Heidi aus der Schweiz. Sie nimmt den kleinen Bär nun bis Zürich mit. Ich lasse ihn noch pinkeln und gebe im Wasser zu trinken. In der kurzen Zeit gewöhnte er sich schon ein wenig an mich. Er schmiegt sich an mich. Doch ich lasse ihn gehen. Spüre das es richtig ist. Erleichtert werde ich erst sein, wenn er angekommen ist.

Sonja und Heidi von der Hundehilfe Schweiz treffen sich in Zürich. Diesmal wird er nicht umgebettet, denn Heidi übernimmt den Transporter. Aber wieder ein wildfremde Person. Was muss er nur denken. Vielleicht spürt er, dass seine Reise noch nicht zu Ende ist. Seine Reise, die vor Wochen begonnen hat. An dem Tag, als er in der Wasserrinne vielleicht gestorben wäre und er ins Auffanglager gebracht wurde. Am Abend des 11. Januars schreibt mir Heidi:

Timutzi wird schon morgen Vormittag bei Marie-Luise sein -heute Nacht wird er weich gebettet schlafen. Ich denke auch, dass er blind ist - aber er genießt es sehr, gestreichelt zu werden. Habe ihm den Wassernapf hingehalten, das hat er gerne genommen, dann bekam er schon ein feines Mahl - er hat noch erstaunlich gute Zähne. Ich werde ihn heute umsorgen - und morgen ist für ihn der Stress vorbei! Lieber Gruss und DANKE euch allen, Heidi

12. Januar 2008 – die erste hoffnungsfrohe Nachricht kommt von Heidi:

Hallo Antje, unser kleiner Bär hat die Nacht gut überstanden - heute ging es früh los und er konnte schon um ca. 10.30 ins neue Zuhause einziehen. Es ist traumhaft dort, idyllisch, vor allem aber eine liebevolle Betreuung - genau das, was er braucht! Und ich glaube, er war glücklich, auch wenn es wie blöd geschneit hat und wir ab und zu eine Rutschpartie hinlegen mussten - als ich mich von ihm verabschiedete, hat er mir noch ganz schnell die Hand abgeleckt....... Da wusste ich wieder, wofür ich um 6.00 aufgestanden bin.......Heidi

Ein Traum ? Nein die Wahrheit! Nun hoffen für ihn, dass er die Liebe noch lange auskosten kann. Die Geschichte endet nicht hier. Hier beginnt sie eigentlich erst. Ich werde sie natürlich weiterschreiben und von Zeit zu Zeit darüber schreiben.

Verbunden.
Eure Antje



Wie ich zu Fiona kam!
Fiona Schon seit längerem bildete ich mir einen Dalmatiner ein, jedoch wollte ich einem armen Hund helfen und sah auf der Internetseite DalmatinerinNot.de Fiona von Malta. So wie ich das Bild gesehen habe, habe ich ein Mail an die zuständige Person geschickt ob sie noch zu haben sei und ein paar allgemeine Fragen gestellt, da die Beschreibung nicht sehr viel über den Hund aussagte. Leider konnte mir da keine Antwort gegeben werden da in Malta der Informationsfluss sehr schlecht ist und bei 300 Hunden von jedem eine ausführliche Beschreibung nicht möglich ist, verständlicherweise. Ich musste mich nun entscheiden hol ich mir ein Überraschungsei aus Malta die Ihre Größe erreicht hat und die Charakterzüge stehen oder hol ich mir einen Welpen, der nicht so dankbar sein wird wie ein Hund mit schlechter Vergangenheit oder man nicht weiß wie groß er wird usw. also auch ein Überraschungsei. Egal dacht ich mir, ich helf einem armen Hund und ein Welpe muss es nicht unbedingt sein und schon bald bekam ich die Flugdaten und holte Fiona vom Flufhafen ab. Ich befreite Sie aus der Box und Sie streckte sich und wedelte sofort mit dem Schwanz und war sehr freundlich. Seitdem klebt sie an mir wohin ich auch gehe, Auto fahren ist kein Problem, das mit dem hören erpressen wir noch mit Leckerlis und Spielen tut sie am liebsten, Gassi gehen ist auch top mit Ihr, andere Hunde sind kein Problem und Katzen auch nicht. Dazu lernt sie wie der Teufel, ist sauber, kennt Ihr Spielzeug und stellt nix an. Ich kann wirklich nichts Negatives an diesem Hund finden, sie ist ein Top Hund und wie für mich gemacht, ich geb sie nicht mehr her die Maus.

Bitte vergesst die Vorurteile die manche Menschen haben einen gebrauchten Hund aus dem Tierheim, -hilfe, -schutzverein oder vom Ausland zu holen, Sie sind wirklich viel Dankbarer und einfach wunderbare Hunde, sie wissen genau was los ist, denn sie sind nicht dumm. Manche sind gleich aufgeschlossen, manche brauchen etwas Zeit, aber die Zeit zum Vertrauen fassen sollte man Ihnen geben, das muss man bei jedem Hund, egal woher er kommt. Es gibt soviel arme Tiere überall, helfen wir erst denen, machen Ihnen noch ein schönes Leben, kastrieren und sterilisieren Sie und minimieren so die Anzahl der Tierheiminsassen, es muss nicht immer ein Welpe sein!

Ich bin Froh das ich alles so gemacht habe und Fiona ist mir Dankbar!

Liebe Grüße Fiona und Steffi


Wie aus Gabriela Rosa wurde ...
rosaLeider hat uns unser treuer Begleiter und Familienhund Joschi auf tragische Art und Weise nach kurzem Kampf vor einiger Zeit verlassen. Joschi war ein Bouvier-Setter-Mix und war von beeindruckender Statur. Er war sehr lieb zu den Kindern und Tieren, hatte aber mit manch anderem Hund so seine speziellen „Vorlieben“. Er war seit geraumer Zeit herzkrank, bekam aber Medikamente. Nebenbei bekam er Schilddrüsenhormone und hatte in diesem Jahr zwei schwere Schläge zu verarbeiten.
Im Frühjahr wurde er an einer großen und tiefen Bisswunde operiert und keine 8 Wochen später schlug noch mal ein anderer Hund zu und verletzte ihn so schwer, dass er beide Kreuzbänder und den Meniskus im linken Hinterlauf operiert bekommen musste. Vermutlich haben auch die Strapazen dieser beiden OP's unter Vollnarkose ihren Teil dazu beigetragen. Ein Dank an dieser Stelle an die behandelnden Tierärzte, die ihn beide Male toll wiederhergestellt haben. Sein Tod traf uns überraschend und ebenso heftig. Er wurde eingeäschert. Wir wollen anderen, die vielleicht mit dem Gedanken spielen, sich ein Tier anzuschaffen, helfen und aufzeigen, wie man einer armen Seele helfen kann und deren Dankbarkeit erfährt. Auch die ungerechtfertigte Scheu und Ungewissheit davor, sich einen Hund aus Spanien zu holen, mit all den Begebenheiten drumherum möchten wir hier widerlegen. Wer die Bilder gesehen hat, kann sich nicht vorstellen, wie toll so ein Tier sein kann. Wir haben es an dem Hund der Mutter meiner Frau erlebt und durchgemacht. Wuschel (ehemals Baldufo) ist ein lebhafter, aufgeschlossener und liebevoller Begleiter der alten Dame, der ihr sehr viel Freude macht und sie aus einer gewissen Lethargie befreit hat. In beiden Fällen (Wuschel und Rosa) begann alles mit dem Ausfüllen des Kontaktformulars beim Tierschutz Lanzarote.

rosaWir bekamen eine telefonische Bestätigung des Eingangs bzw. eine Email sowie einen Termin mit einer Kontaktperson, die sich über die häuslichen Begebenheiten informierte. Im Anschluss bekamen wir die Zusage und den Termin und Flughafen mitgeteilt, an dem wir die Hunde abholen konnten. Auch hier nochmals tausend Dank an die Flugpaten für ihre tolle Arbeit. Nun musste man sich nur noch um die Rückführung der Transportbox zu Jutta nach Gmünd kümmern. Man füllt noch einen Fragebogen aus und gibt dort seine Personalausweisnummer an. Alles andere wird vom Förderverein Tierschutz Lanzarote und Jutta in die Wege geleitet. Sie besorgen die Flugpaten für den Flug nach Deutschland und auch die Rückführung der „Leerflüge“ der Transportboxen zurück nach Lanzarote. Man hat also keine Probleme mit irgendwelchen Zollformalitäten etc. Ich war mit Freunden auf einer flotten Motorradtour durch das Bergische Land bzw. den Rhein-Sieg-Kreis unterwegs, um den Kopf frei zu bekommen, während meine Frau zu Hause in ihrer Trauer auf verschiedenen Tierschutzseiten im Internet surfte. Da meine Frau vor gut einem Jahr ihrer Mutter Baldufo übers Internet vermittelte, lag es natürlich nahe, auch dort, wie immer mal zwischendurch, Ausschau zu halten. Für uns stand es schon länger fest, dass, falls uns unser Hund verlässt, wir wohl, wenn überhaupt, nur einen Hund aus Spanien „importieren“ würden. So kam es wie es kommen musste und sie sah die Anzeige von Gabriela, einer Podencohündin, der man aufs Übelste mitgespielt hatte. Rosa wurde in einem erbärmlichen Zustand von 2 Touristinnen am 29.04.05 in einer mutigen Nacht- und Nebelaktion gerettet und ins Tierheim SARA gebracht. Von uns allen den größten Respekt und Dank für diese tolle Aktion an die Damen!

rosaJA! DAS WAR SIE! Sie sollte es sein. Jetzt gab es kein Halten mehr. Alle Überlegungen ob und wann ein neuer Hund waren beim Anblick von Gabriela über den Haufen geworfen. Voller Elan und Freude schickte mir meine Frau zahlreiche SMS auf das Handy ... nur bekam ich das während des Fahrens nicht mit und so wartete meine Frau völlig aufgedreht (und mittlerweile angesäuert) in der Küche auf mich. Sie meinte nur „Ich habe dir ein paar SMS geschickt“. Auweia, das hatte gesessen. Ich schaute auf mein Handy und las mir die Nachrichten durch. Ich wusste sofort wo der Hammer hing. „Ich habe einen Fehler gemacht und im Internet gesurft“. Nachdem ich die Augen meiner Frau und das freudige Funkeln sah, wusste ich welchen „Fehler“ sie gemacht hatte. Also Laptop raus, ab ins Internet. Dort zeigte sie mir die Bilder von Gabriela, welche unser beider Blut in den Adern gefrieren ließ. Ich muss gestehen, dass ich anfangs geschockt war bei diesem Anblick. Aber wir waren beide sofort verliebt in damals noch Gabriela. Also wurde der Familienrat einberufen und die Lage ausdiskutiert. Jetzt galt es nur noch einige Dinge drumherum zu klären.

Nachdem wir dann Kontakt zu Jutta aufgenommen hatten und die „Adoption“ geklärt war, warteten wir noch einige Zeit bis sie endlich kommen durfte. Jutta teilte uns im ersten Telefonat mit, dass Rosa Dirofilariose (Herzwürmer) hätte, aber der genaue Krankheitsbefall nicht bekannt war, da noch Tests ausstanden. Nach endlosen Wochen des Wartens war endlich der Tag gekommen, an dem Rosa ausreisen durfte. Am 16.10. 05 hätte sie in Stuttgart ankommen sollen. Hätte kommen sollen, aber die zuständige Tierärztin von SARA gab Rosa nicht für den Flug frei. Also weiter warten.

Knappe 2 Wochen später der nächste Versuch. Samstag, 29.10.05, um 21:40 Uhr in Düsseldorf. Jutta rief uns direkt nach dem Start der Maschine auf Lanzarote an und teilte uns mit, dass das zuständige Personal der spanischen Fluggesellschaft wegen eines Streikes keine Tiere für die Maschine verladen hatte.

Am 14.11.05 machten wir uns dann Richtung Stuttgart auf den Weg, um Rosa endlich abzuholen. Sie sitzt im Flieger und kommt. SIE KOMMT!!! Was auf einer Autofahrt alles passieren kann, ist unbeschreiblich. Erst verfahren, endlose Kilometer Umweg, dann 10 km vor dem Ziel Vollsperrung und 2 Stunden Stillstand. Zum Glück war Jutta am Flughafen und konnte Rosa in Empfang nehmen. Leider musste sie ewig auf uns warten. Um kurz vor 20 Uhr waren wir dann endlich da und konnten Jutta und Rosa begrüßen. Rosa war wunderschön! Nachdem wir nun schon 9 Stunden unterwegs waren, machten wir uns nach kurzer Unterhaltung wieder auf den Rückweg. Diesmal lief es besser ... bis 45 km vor dem Ziel. Wieder Vollsperrung und 1 Stunde nichts. Um knapp 1 Uhr in der Nacht waren wir endlich wieder zu Hause und konnten Rosa kurz unser Heim zeigen. In der ersten Nacht schlief sie im Zimmer unseres Sohnes. Am nächsten Morgen stand ich früh auf und konnte Rosa endlich richtig kennen lernen. Wir machten direkt einen Spaziergang und ich zeigte ihr ihre neue Umgebung. Sie war ein Hund so wie man sich ihn wünscht. Sie bellte nicht und war einfach nur lieb. Sie kannte jedoch viele Sachen nicht und hatte ab und an große Panikattacken vor alltäglichen Dingen. Sie hatte auch Angst vor unseren 4 Katzen. Ja, Angst! Es war der Beginn einer tollen Freundschaft zwischen uns allen.

rosaRosa animierte uns zu Dingen, die wir vorher so nicht gemacht hatten. Wir suchten Kontakt übers Internet zu anderen Podenco-Besitzern und waren überrascht, wie wenige es doch eigentlich von diesen tollen Hunden hier gibt. Allerdings sollte man auch einen Podenco nicht unterschätzen. Er kann ein toller Freund sein, kann einem aber auch das Leben richtig zur Hölle machen. Wir besuchten fortan Ausläufe und trafen uns anfangs unregelmäßig mit anderen Gleichgesinnten. Nun ja, nach knappen 4 Wochen mit diesem tollen Hund adoptierten wir einen zweiten Podenco. Diesmal einen Ibicenco-Rüden in Weiß. Auch er wurde nach anfänglichem Zickenalarm in seine Schranken gewiesen und war nun ebenfalls von Rosa akzeptiert.

Rosa veränderte sich von Tag zu Tag und taute immer mehr auf. Wir konnten sie schon nach kurzer Zeit ohne Leine laufen lassen, solange kein Kleinwild in Sicht war. Mit der Zeit und weiter wachsendem Selbstbewusstsein wurde das ohne Leine laufen lassen nicht mehr ganz so einfach, da Madame nun selbstständig auf Jagd ging. Also stand nun doch etwas Training an der Leine an. Unser Ibicenco kam mit 6 Monaten zu uns und konnte sich ganz anders entwickeln. Er hatte keine Angst vor Unbekannten, ihm ging es nie richtig schlecht in seiner Vergangenheit und er lernte halt von klein auf. Unser Duck kann mittlerweile problemlos ohne Leine laufen und hört auch so echt gut.

Rosa hatte zB. nie gelernt zu spielen. Sie kannte weder Stofftiere noch irgendwelches andere Spielzeug. Wenn Duck einen Stock apportierte, wusste sie überhaupt nichts damit anzufangen und hatte sogar Angst vor dem Stock. So konnte auch Duck ihr zeigen, dass man vor vielen Dingen keine Angst zu haben brauchte. Die beiden ergänzten sich wunderbar. Mittlerweile nimmt Rosa sogar schon einen Stock ins Maul und zerkaut ihn oder versucht ihn gegenüber Duck zu behaupten. Rangelspiele mit Stock sind auch schon vorgekommen. Seit einiger Zeit versucht Rosa im Auslauf sogar schon anderen Hunden ab und an ihren Ball zu klauen. Sie läuft dann mit dem Ball in der Schnauze provozierend vor denen her, so nach dem Motto „schau mal was ich hier habe, äätschiii!“ Im Frühjahr waren wir mit unseren beiden auf Fano in Dänemark. Traumhafte Strände und Weiten zum Spielen, Laufen und Toben. Fast wie man es sich in ihrer ursprünglichen Heimat vorstellt. Aber ich bezweifle, dass Rosa jemals so was wie in Dänemark erleben durfte. Im Sommer haben wir auf dem Podenco-Treffen in Erkrath Yvonne G. persönlich kennen gelernt. Sie war eine der beiden Damen, die Rosa aus ihrer Hölle auf Lanzarote befreit haben. Die andere Dame, Ayla M., hat sich mit uns im Vorfeld per Telefon aus der Schweiz in Verbindung gesetzt.

rosaWir haben Bilder und Infos ausgetauscht und stehen auch heute noch ab und an per Email in Kontakt. Kurz nach dem Podenco-Treffen in Erkrath stand das Tierschutz Lanzarote-Treffen in Dortmund auf dem Plan, an dem auch Jutta teilnahm. Schon dort kamen einige nicht aus dem Staunen heraus, als sie Rosa wiedersahen. Wir waren natürlich unglaublich stolz auf unsere Maus. Seither hat sich der Kreis der Gleichgesinnten hier in unserer Umgebung extrem vergrößert. Wir treffen uns fast jeden Samstag in Solingen zum Podenco-Auslauf bei Birgit F. und sonntags entweder in Langenfeld oder in Gladbeck in den dortigen Ausläufen. Es ist wunderschön anzusehen, wie Podencos unter sich spielen und raufen können. Die Art und Weise kann nur ein Podenco-Besitzer verstehen. Sobald eine andere Rasse ins Spiel kommt, verändert sich meist die Situation drastisch.

Rosa ist nun fast 1 Jahr bei uns und wir möchten nicht einen einzigen Tag mit ihr missen ...

Dirk + Anja M.-G.


Lory's Geschichte
Nach dem Tod unserer geliebten Italienerin Cindy im Februar 2007, die wir am 08.12.2005 von dem Verein Hundepfoten in Not e.V. adoptiert hatten, stand für uns fest: unser nächster Hund wird wieder aus dem Ausland - wieder vom Tierschutz - sein. Bei Lory war es Liebe auf den ersten Blick. Wir haben sie am 14.05.2007 von dem Verein adopTiere e.V. übernommen.
lory im Zwingerlory in Italien
Lory's Vergangenheit ist ein großes schwarzes Loch. Die Spuren ihrer Vergangenheit sind allerdings deutlich erkennbar, sie hat panische Angst vor allem und jedem. In ihrem "Ahnenstammbaum" wird u.a. ein Schäferhund, ein Pinscher und ein Windhund vermutet. Fakt ist, sie ist eine süße Maus, die sich in dem italienischen Tierheim allerdings immer unsichtbar gemacht hat und in ihrer Hütte verschwunden ist, sobald Zweibeiner aufgetaucht sind.

Ihr Alter wird auf 3-6 Jahre geschätzt. Wir haben beschlossen, dass sie am 14.05.2008 ihren 4 jährigen Geburtstag feiern soll.

lory in Carstens BettEine Vermittlung war dringend notwendig, da sie mittlerweile schon von den anderen Hunden gemobbt wurde. Im April kam Lory zunächst auf eine Pflegestelle, weil wir - ihre neuen Zweibeiner - noch im Urlaub waren. Mitte Mai war es dann soweit – Lory ist bei uns eingezogen. Schlau wie die Streuner aus dem Süden nun mal sind, hat sie gleich herausgefunden, dass das Bett der prädestinierte Platz im neuen "Zwinger" ist. Lory's Devise: "Alles was oben ist, ist gut!"

lory bei BabsMit vielen Streicheleinheiten und großem Einfühlungsvermögen hat dann die Angsttherapie begonnen. Lory flüchtet nämlich bei jedem Geräusch oder jeder unbekannten Bewegung. Besonders grausam findet sie Regenschirme! Eine Woche nach ihrem Einzug ist es dann passiert: Lory hat sich vor irgendetwas fürchterlich erschreckt, ist aus meinem Bürofenster drei Meter in die Tiefe gesprungen und geflüchtet. Für uns begann der Horror eines jeden Hundebesitzers. Wir waren den ganzen Tag und die ganze Nacht auf den Beinen und haben unsere Lory gesucht. Freunde, Verwandte und Bekannte, sogar der örtliche Radiosender und schließlich die ganze Ortschaft, haben Lory gesucht. Glückspilz, der sie ist, wurde sie abends auf einem Industriegelände entdeckt und eingefangen. Lorys Flucht hat Spuren hinterlassen – aufgerissene Pfoten, Schürf- und Risswunden am ganzen Körper. Ich sah nach der Aktion nicht viel besser aus, Kratz- und Bisswunden (Lory hat mich vor lauter Panik einfach nicht mehr erkannt) sowie reichlich blaue Flecken.

lory_schieltAber diese Erfahrung hat uns alle noch fester zusammengeschweißt. Lory wird heiß und innig geliebt und ist unser neuer Mittelpunkt. Sie macht jeden Tag Fortschritte. Mittlerweile pirscht sie durch das hohe Gras, interessiert sich für Leckerlis und selbst andere Hunde sind plötzlich spannend. Ihr LEBEN hat jetzt NEU angefangen - und wir hoffen, dass sie in vielleicht einem Jahr nicht wiederzuerkennen sein wird.

lorylory auf der Couch


TY, der Kampfschmuser möchte DANKE sagen!
Da ich noch nicht schreiben kann, na ja, man kann ja nicht Alles lernen in einem haben Jahr, habe ich Kerstin gebeten, euch diese Zeilen zukommen zu lassen.

Ich habe dank der Menschen, die an mich geglaubt haben, und habe eine ganz tolle Rentenresidenz gefunden. Ich wohne jetzt in Berlin in einem großen Haus und habe sogar ein eigenes Zimmer. Wer braucht denn so was? Ich kuschele lieber mit Jackson, einer Border-Collie-Mix-Hündin. Mein neues Rudel besteht aus 2 ganz tollen Menschen, die mir regelmäßig ermöglichen, mit Kerstin und anderen Lieben, denen ich nicht gleichgültig war, zu kommunizieren und sie davon zu überzeugen, das es mir wirklich gut geht. Außerdem habe ich jetzt 2 Hündinnen zur Gesellschaft (wer träumt da nicht von;-P)... und 2 Katzen. Die weibliche Variante ärgert mich immer und hat gar keinen Respekt vor einem alten Mann. Kann ich mit leben. Ist ja doch `ne Kleine.

Außerdem treffe ich bei meinen Spaziergängen regelmäßig einen Riesenboxer "Günter". Wir haben es erst mit Spielen probiert, aber schließlich stellte sich dann doch die Frage: Wer hat das Sagen? Gut, Günter ist jünger und wenn er meint, sich die Hörner abstoßen zu müssen... Hab ihm den Vortritt gelassen. Bin ja eh in Rente. Ich zeige, hab ich Kerstin versprochen, nur meine guten Seiten. Hab ja auch keine schlechten. Hat nur keiner dran geglaubt. Und jetzt zeig ich´s ALLEN!!!

Furchtbar finde ich, das der Tag um 6 Uhr morgens beginnt. Bin ich nicht gewohnt, aber wer kann sich DAMIT schon anfreunden?!:-( Habe ich, denke ich, völliges Verständnis von ganz vielen für.;-) Aber wenn das Alles ist...

Vielen Dank an alle hier, die mir eine Chance geben wollten. Ich bin sehr dankbar und hoffe, das auch andere Mitstreiter so ein Glück erfahren dürfen wie ich.

Liebe, schlabbrige und mega feuchte Knutscher!

Der TY

Tyson


Deutsch Drahthaar - Das zweite Leben
Das war mein Hilfegesuch vom 31.07.2006:

DRINGEND FLUGPATEN AB BILBAO FÜR ALTEN HUND AUS TÖTUNGSSTATION GESUCHT!
ich brauche gaaanz dringend einen Flugpaten für einen ausgedienten Jagdhund der Rasse Deutsch-Drahthaar. Er ist ca. 12 Jahre, gesund, aber alt und sitzt in der Tötungsstation in Bilbao. Wenn er nicht schnell einen Flugpaten bekommt, wird er dort getötet, hier hätte er einen Gnadenbrotplatz. Zielflughäfen wären Frankfurt, Düsseldorf, Hannover oder irgendwo in der Umgebung. Kontaktadresse: MarionFreieck@web

...und das bin ich heute:



Djamillas Happy end
Eigentlich waren wir gar nicht auf der suche nach einen zweiten Hund aber als ich Djamillas Herzzerreißende Geschichte lass, das sie schon seid acht Jahren im Tierheim saß, war mir klar das ich ihr ein zuhause gern geben möchte. Wir haben eh ein großes Grundstück und da wäre mein Rüde auch nicht mehr so allein. Mein Freund zu überreden war gar nicht schwer. Er willigte ein. Doch ein rießen großes Problem stand uns noch im Weg. Djamilla war ungefähr 1000 Kilometer weit entfernt ….



An dieser Stelle möchten wir uns bei Biggie, Yvo und alle Personen die daran beteiligt waren eine Fahrkette zu Organisieren damit Djami zu uns kommen kann. Viele Dank an alle.

 Am 24.05.06 spät abends war es soweit. Djamilla kam angereist. Sie stand vor uns, sichtlich erschöpft von der langen fahrt, sie war viel hübscher als auf den Foto. Zwischen ihr und mein Rüden gab es auch keine Probleme. Obwohl sie 8 Jahre im Tierheim verbringen musste hat sich die Maus schnell eingelebt. Die ersten tage lag sie allein im Flur aber Mittlerweile findet sie es viel schöner auf der Couch neben mein Rüden zu liegen. Die Knochen und Leckerlis werden auch nicht mehr im Garten vergraben. Sie weiß jetzt das es ihr keiner wegnimmt. Djamilla ist sehr verschmust wenn man sie aufhört zu streichen dann nimmt sie meinen Arm in den Mund um zu sagen “Streichele mich weiter“. Das sie 11 Jahre alt ist merkt man überhaupt nicht. Beim Spazieren gehen oder im Garten benimmt sie sich eher wie ein Welpe. Ich glaube sie ist uns auch sehr dankbar das sie ihr ihre letzten Jahre verbringen darf. Sie weicht uns nicht mehr von der Seite und schlabbert uns alle fünf Minuten ab. Mit unseren Rüden gibt sie auch ein schönes Pärchen ab, denn beide haben sie eine graue Schnauze. Es ist einfach wunderschön Djamilla bei uns zu haben.

Ich kann allen nur raten die vorhaben sich ein Hund anzuschaffen, erkundigt euch bei Hilfsorganisationen für Tiere oder Tierheime nach einem Hund. Diese Tiere sind euch sehr dankbar, so wie Djamilla es uns ist.



Pino
So, jetzt passen Frauchen und Herrchen gerade nicht auf, da muss ich euch eine unglaubliche Geschichte erzählen...

pinoIch bin Pino, früher hieß ich Pepito. Ich komme aus einem warmen Land (ist hier der Winter immer so lang und kalt?) und wurde im November in einem lauten, engen Ding hierher gebracht. Am Flughafen wurde ich von einer jungen Frau in Empfang genommen. Bei ihr Zuhause war es echt super. Ich bekam immer was zu Fressen, durfte Spazieren gehen und mit anderen Hunden spielen. Eines Tages musste ich in ein anderes Zuhause, was ich überhaupt nicht verstanden habe. Aber dort war es auch nicht schlecht! Nach kurzer Zeit wurde ich jedoch zu meinem ersten Zuhause zurückgebracht und ich wusste gar nicht warum, weil ich doch ganz lieb war. Irgendwann musste ich wieder in ein anderes Zuhause einziehen, wo ich dann nach kurzer Zeit wieder zurückgebracht wurde, obwohl ich doch gar nichts böses getan habe...

So und nun wird’s richtig spannend: Eines Morgens kamen zwei große und ein kleinerer Mensch. Die gingen mit mir spazieren und unterhielten sich mit meinem Frauchen. Am nächsten Tag fuhr Frauchen mit mir zu diesen Menschen und ließ mich einfach mit meiner Kuscheldecke und meinem Lieblingsspielzeug dort! Anfangs war ich etwas traurig, was aber schnell verging, weil hier allerhand los ist!
Es gibt zwei Katzen, die aber leider nicht mit mir spielen wollen, einen Vogel, der hat mich die erste Zeit erschrocken als er geflogen ist, zwei Meerschweinchen und eine Maus. Es gibt auch noch zwei kleinere Menschen die ganz lieb zu mir sind und ganz toll mit mir spielen. Mein neues Frauchen macht mit mir schöne lange Spaziergänge bei denen ich mich so richtig austoben kann und ganz viele Freunde treffe, mit denen ich mich super verstehe und um die Wette rennen kann.
Und schnell bin ich, das kann ich euch sagen... Wir gehen auch dahin, wo ich "Sitz", "Platz" und solche Sachen machen muss - das ist echt anstrengend, aber Frauchen möchte, dass ich gut erzogen bin und weil Frauchen so lieb ist, tu ich ihr den Gefallen und streng mich ganz doll an. Zweimal haben wir schon Hundesport gemacht, da darf ich über kleine Hürden springen und durch Tunnel rennen. Das macht richtig Spaß und Frauchen ist ganz stolz auf mich, wenn ich was ganz toll gemacht habe... Und anscheinend gehen wir ab jetzt öfter dort hin, denn ich hab anscheinend so was wie "Talent" - super...

Mit meinem Herrchen kann ich richtig super toben. Das macht Spaß und manchmal kämpfen wir um mein Spielzeug! Abends möchte ich immer mit allen kuscheln und weil ich eigentlich nicht so aufs Sofa soll, mach ich mich ganz klein, damit sie es nicht merken. Und ab und zu hab ich alle so doll lieb, dass ich sie küsse - aber ich glaube, das mögen sie nicht so sehr. Dann schlecke ich eben alle Hände ab... Jetzt bin ich schon seit dem 22.01.06 hier und find es echt super. Ich streng mich auch ganz arg an, weil ich unbedingt hier bleiben möchte. Nur einmal, das war mir dann echt peinlich, da hab ich zwei große Blumentöpfe ausgegraben, das war lustig, überall war Erde - aber Frauchen und Herrchen fanden das gar nicht so toll, die mussten dann ganz viel sauber machen...

Oh, jetzt kommt jemand - jetzt muss ich ganz schnell aufhören. Aber zum Schluss wünsche ich mir noch, dass ganz viele meiner Artgenossen so eine tolle Familie finden wie ich. Und vielen Dank auch, dass ihr mich hierher gebracht habt

Viele Grüße von Pino



Anton
AntonGuten Tag, mein Name ist Anton! Geboren wurde ich im August 2002 auf Kreta. Mir war bald klar, daß meine Lebensplanung anders aussehen sollte, als ein Dasein als Straßenhund zu führen. Ich dachte hierbei an ein eigenes Zuhause mit regelmäßigen leckeren Mahlzeiten, einem eigenen Körbchen (es könnte ruhig auch ein größeres Körbchen sein, in dem auch ein Zweibeiner bei mir schlafen dürfte), vielen Ochsenziemern, Hundefreunden und natürlich einem Zweibeiner ganz für mich alleine, für den ich der Schönste, Beste undAllerliebste sein könnte. So sehr ich mich auch bemühte, auf Kreta fand ich dies nicht. Also blieb nur eines: Ich mußte auswandern! EinFlugticket mußte her. Für einen Straßenhund ohne eigenes Einkommen kein leichtes Unterfangen! Aber unter den Straßenhunden Kretas hatte es sich schon längst herumgesprochen, daß dort Menschen hinkommen, um uns mit sich ins gelobte Land und in ein besseres Leben mitnehmen.

Ich verlegte mein Revier also in die Nähe der Hotels, legte beim Anblick eines potentiell geeigneten Menschen mit Ticket und Herz für kleine Hunde meine Denkerstirn in Falten und die ganze große Hundeseele in den Blick. Eines Tages war es so weit, Beharrlichkeit führt bekanntlich zum Ziel: Eine Frau versprach mir, mich mitzunehmen. Jeden Tag war ich künftig pünktlich zur Stelle und saß unter ihrem Hotelfenster, damit ich auf gar keinen Fall den Abflug verpaßte! In Deutschland angekommen war ich im Grunde schon amZiel meiner Wünsche. Ich kam nämlich zu Frau Lerner nach Magstadt in die Pflegestelle. Dort hatte ich mein schönes Zuhause mit sehr großem Körbchen, Ochsenziemer satt, leckere Mahlzeiten, viel Liebe und Streicheleinheiten, Hundekumpels, Spaziergänge - also alles, was das Hundeherz begehrt. Frau Lerner sagte zwar immer, sie sei nur die Pflegestelle und ich würde in ein anderes gutes Zuhause vermittelt werden. Das überhörte ich allerdings geflissentlich. Bei ihr war es schön und da wollte ich bleiben. Wenn insofern Hundeinteressenten kamen, machte ich mich unsichtbar, verhielt mich zurückhaltend und unauffällig, so daß sich niemand so wirklich ernsthaft für mich interessierte. Frau Lerner verstand die Welt nicht mehr! Da hatte sie mit Anton so einen tollen Hund zur Vermittlung und keiner wollte ihn haben!

Anton So gingen fast 3 Jahre ins Land. Ich hatte mich in Magstadt richtig gut eingelebt und gedachte eigentlich, mein restliches, noch junges Leben dort zu verbringen. Doch dann, eines Tages, es war ein Freitag im Februar, da kam SIE. Sie wollte sich nur mal vorstellen,weil sie nämlich irgendwann einen Hund haben wollte. Irgendwann hieß, wenn sie nicht mehr arbeiten müßte und den ganzen Tag Zeit hätte. Es dürfte ruhig ein großer Hund sein, aber unbedingt ein Anfängerhund und ganz lieb. Bis auf die Größe alles Eigenschaften, die ich mit Leichtigkeit erfüllen konnte.

Gut, die Größe, aber ich bin ja nur äußerlich klein. Innen drin bin ich ein ganz Großer! Sie gefiel mir auf Anhieb, also marschierte ich zu ihr hin und ließ mich streicheln. Meine ganze Hundeseele legte ich wieder in meinen Blick, ganz so wie damals, als ich das Ticket nach Deutschland haben wollte. Jetzt wollte ich das Ticket zu ihr nach Hause! Frau Lerner war sprachlos. Ja, der Anton, ja das hat er ja noch nie gemacht, den will irgendwie immer gar keiner haben! - Ich schmunzelte in mich hinein. Eigentlich war es ja umgekehrt. ICH wollte niemanden haben, schließlich hatte ich es hier ja so gut, warum sollte ich umziehen wollen? Aber jetzt mußte ich mich bemühen, schließlich mußte ich hier alle anderen Hunde ausstechen, vor allem den aufdringlichem Murphy, der sich immer in den Vorgergrund drängen wollte. Ich mußte unbedingt vermeiden, daß sie sich womöglich für den großen Murphy entscheidet!

Eine Woche später war SIE wieder da. Und sie hatteVerstärkung mitgebracht, die mich alle kennen lernen wollten. Wieder bemühte ich mich sehr, einen guten Eindruck zu machen. Auch bei den Leuten, die sie mitgebracht hatte, ich spürte, daß deren Urteil für sie sehr wichtig war. Alle rochen sie so gut nach Pferden. Ein Reitbegleithund! Ja, das war's!
Vor meinem geistigen Auge taten sich ganz neue berufliche Perspektiven auf. Wollte ich das nicht schon immer werden? Von nun an kam sie regelmäßig, holte mich übers Wochenende ab, machte lange Spaziergänge mit mir und ging mit mir oft in den Stall, wo die vielen Pferde, die netten Hundekumpels und die vielen lieben Menschen waren. Das gefiel mir. Genau so hatte ich mir doch eigentlich meine Lebensplanung vorgestellt! Nur daß sie mich sonntags immer wieder in meiner eigentlich so geliebten Pflegestelle ablieferte, das mußte noch anders werden.

Kurze Zeit darauf holte sie mich dann wieder einmal ab, aber sonntags fuhren wir nicht mehr zurück. Geschafft, dachte ich schon. Aber nein, sie hatte nur Urlaub. Nach 2 Wochen brachte sie mich wieder zurück. Zwar mit dem Versprechen, mich am Wochenende wieder zu holen, aber ich war entschlossen, jetzt Nägel mit Köpfen zu machen. Demonstrativ setzte ich mich bei Frau Lerner in die Mitte des Zimmers, fixierte die Tür und machte einen auf ganz traurig und leidend. Und ich sage Euch, es hat funktioniert!

SIE, sie heißt übrigens Ute, konnte es nicht mit ansehen, wie ich leide, und meine liebe Frau Lerner auch nicht. Beim nächsten Besuchswochenende nahm ich mein Körbchen und meinen Kuschelaffen und zog endgültig bei ihr ein. Während sie jetzt morgens mein Hundefutter verdienen geht, darf ich noch ein wenig ausschlafen, aber ab Mittag hat sie den ganzen Rest des Tages Zeit für mich. Und ein richtiger Reitbegleithund werde ich auch noch! Das sage ich Euch, so war ich Anton heiße. Wie heißt es doch so schön: Wo ein Anton ist, ist auch ein Weg



Penny - ein Hundemärchen
Die "unendliche Geschichte" von Penny. Von Malta - ins Glück bei einer neuen Familie in Deutschland
penny-frauchenHallo Ihr Lieben, ich soll Euch meine Geschichte erzählen, damit Ihr wißt was ein Hund so alles erleben kann.
Meine ersten Jahre verbrachte ich auf Malta, das war so ein schlechtes Leben, daß ich die Details besser für mich behalte; nur so viel - ich bekam unzählige Hundebabys und kann nur hoffen, daß es ihnen gut geht und sie überhaupt noch am Leben sind.
Ich konnte schon immer schlecht sehen, als ich dann ganz blind war, wurde ich ausgesetzt. Eigentlich fing damit mein Glück an, denn Francis fand mich völlig verfilzt und fast verhungert, und nahm mich mit zu sich nach Hause. Das Blöde war, da gab es noch ca. 50 andere Hund und mindestens 30 Katzen, das Schöne war aber, es gab immer etwas zu essen.
pennyEines Tages kam eine Fr. Urbasik aus Deutschland zu Besuch und stellte daraufhin die Geschichte und Fotos von mir auf die Seite www.suche-herrchen.de. Kurzentschlossen holte mich Fr. Urbasik nach Deutschland, sie gab mir auch den Namen Penny - keinen Pfennig wert.
Sie brachte mich dann zu Frau Kempermann, die eine besondere Schwäche und auch Begabung für behinderte und ausgeflippte Hunde hat. Gemeinsam fanden die Beiden tierliebe Menschen, um die finanziellen Mittel für meine zahlreichen Arztbesuche, Operationen und Medikamente aufzubringen. Meinen Sponsoren sei hiermit ganz herzlich gedankt.
pennyBei Frau Kempermann bin ich in der Zwischenzeit nun ausgezogen, obwohl es mir sehr gut bei ihr gefallen hat. Monatelang mischte ich ihren Haushalt und Alltag tatkräftig auf, immer war irgendwas mit mir und sie mußte mich zum Tierarzt fahren. Nach der OP gab es heftige Diskussionen zwischen uns, die Augentropfen wollte ich mir einfach nicht geben lassen. Aber sie war unerbittlich und wie heisst es so schön: Der Klügere gibt nach !
pennyIch revanchierte mich dann und habe mit ihr verstecken gespielt, das fand sie allerdings nicht immer so lustig. Ratespiele haben wir auch oft gemacht, ich habe gebellt und sie mußte erraten, ob ich jetzt einen Kauknochen, oder lieber einen Keks, oder vielleicht doch einen Ochsenziemer will. Manchmal wollte ich auch Tauziehen oder in den Garten zum spielen. Ganz begeistert war ich vom Sandkasten, alle anderen Hunde waren auf der Flucht, denn ich scharrte in alle Richtungen, da blieb keine Auge trocken.
pennyTja, und jetzt, wo ich praktisch "runderneuert" und wieder topfit bin, zog ich zu meiner neuen, eigenen Familie. Es hat ein paar Tage gedauert, bis sie meine "Kommandos" verstanden haben, jetzt klappt es aber doch ganz gut. Und als Einzelhund lebt es sich natürlich schon leichter, man muß nichts mehr teilen, die ganze Aufmerksamkeit gilt nur mir, das ist doch phantastisch. Alles meins. Es geht mir gut und dafür sei Euch allen nochmals gedankt.
Und wer das jetzt liest und gerne helfen will - bei suche-herrchen gibt es noch viele hilfebedürftige Hunde, die dringend Unterstützung brauchen, egal in welcher Form. Z.B. Elsa, mit der ich auf Malta gelebt habe und alle, die nach mir kommen ...

wir danken Euch Penny und Co.



Prinzessin SUGAR
verfasst von Margarete Salem
 princessSunny und Sugar
Seit zwei Wochen ist die tapfere Sugar im Hundeglück! Sie war schwerverletzt und hilflos auf den Strassen Kairos gefunden worden und niemand hatte zu hoffen gewagt, dass sie ihre schweren Verletzungen überleben würde. Aber die Ärzte im Tierheim von S.P.A.R.E. in Kairo haben ein Wunder vollbracht. Zwar war ein Bein nicht mehr zu retten und musste amputiert werden, doch sie wurde im Tierheim in Kairo liebevoll gesund gepflegt und endlich fand sich auch eine Flugpatin und ihre neue Familie, die sie schon sehnlichst erwartet hatte, konnte sie jetzt glücklich in die Arme nehmen. Für Sugar ist ein Hundetraum wahr geworden!
princessVany_SugarSugar_Nemo-play


Blotty
verfasst von Brigitte Urbasik
blottyUnsere Blotty! Also wir sind wirklich eine Glücksfamilie!

Angefangen hat das als wir Bilder vom Blotty auf www.suche-herrchen.de sahen. Kurz darauf durften wir Sie bei Ihrer Pflegefamilie besuchen.

Wir haben Sie sofort in unsere Herzen eingenschlossen. Die folgende Woche kam Blotty immer für ein paar Stunden am Tag zu uns, dass ist glaube ich auch ein Grund, warum Sie sich so schnell bei uns eingelebt hat.

blottyWir gehen auf viele Spaziergänge und Blotty liebt es im Garten dem Ball hinterher zu jagen - besonders wenn die Kinder auch dabei sind! Wir sind alle sehr froh dass wir Blotty gefunden haben and dass Sie sich uns "ausgesucht" hat.

An dieser Stelle ein ganze grosses Dankeschön an die Pflegestellen, Sybille und Thomas Helbig, und Gundula Künast, es hat einfach alles gestimmt!


Kayla und Jack
verfasst von Brigitte Urbasik
jack
kayla
kaylajack
kaylajack
Eigentlich wollte ich nie einen Jagdhund haben - bis ich Kayla kennenlernte. Sie war wohl ziemlich durcheinander, weil sie gerade erst in einer neuen Pflegestelle angekommen war. Als wir zum Kennenlernen kurz mit ihr spazieren gingen, und ich zu ihr runter in die Hocke ging, kletterte sie dann einfach auf meinen Schoß …und eroberte damit natürlich mein Herz. Es folgten einige Wochen des Bangens, da wir sie nicht gleich mitnehmen konnten, schließlich stand der Umzug ins Grüne erst noch bevor. Und prompt war sie zwischenzeitlich einmal auf Probe vermittelt, so daß wir die Hoffnung eigentlich schon aufgegeben hatten. Aber ihre Anzeige im Internet wurde und wurde nicht gelöscht, so daß wir einfach doch noch einmal nachgefragt haben, und tatsächlich: Kayla war zurückgegeben worden. Also haben wir sie nach dem Umzug geholt und waren total glücklich mit ihr – bis ich durch Zufall entdeckte, daß ihr (Halb-) Bruder Jack auf Malta auch ein Zuhause suchte. Wir zogen in Erwägung, ihn auch noch aufzunehmen, wollten ihn uns aber erst einmal ansehen. Leider war er noch nicht in Deutschland, so daß wir warten mußten, bis sich ein Flugpate (bzw. eine Flugpatin) gefunden hatte, die so nett war, ihm die Chance auf ein zuhause in Deutschland zu geben. Einige Wochen später klappte es dann glücklicherweise, und wir nahmen Jack zunächst als Pflegestelle auf – schließlich war ich nicht sicher, ob beide sich vertragen würden. Aber meine Sorge war unberechtigt: die beiden lieben sich heiß und innig und wir können kaum glauben, daß wir gleich zweimal so viel Glück haben durften. Einen ganz herzlichen Dank an alle, die uns dazu verholfen haben !


Ceniza: Hola Amigos!
verfasst von Ceniza
Ich bin Ceniza aus Spanien! Bin jetzt seit über einem halben Jahr in Deutschland und ich muss sagen, gefällt mir echt gut hier!
Nun gut, am Anfang war ich total schüchtern und auch noch ein bisschen traurig, weil ich plötzlich ganz alleine in einem fremden Land war!

Ceniza Spanien Ist ja auch ein Wunder, dass ich überhaupt noch da bin, weil als man mich gefunden hat, war ich mit 3-fach gebrochenem Fuß im Graben gelegen, halb verhungert und verdurstet! Aber die netten Leute in Spanien haben mich wieder hingekriegt! Meine Allergie, die ich hatte, als ich hier angekommen bin, hat der nette Onkel Doktor auch wieder weggebracht, jetzt hab ich wieder schönes glänzendes (außer ich war mal wieder im Blumenbeet) Fell!

Ceniza Mein Herrchen geht viel mit mir laufen und das macht mir total Spaß, manchmal müssen wir sogar mehr laufen als geplant, wenn ich mal wieder irgendwo eine Hasen erschnüffelt hab und dann ab durch die Mitte bin, aber das ist alles Training sagt er! Na wenn er meint!

Toll war auch, als wir in unsere größere Wohnung gezogen sind! Total viel Platz zum tollen und schlafen! Nur ins Bett von Herrchen darf ich nicht! Da schmeißt er mich immer raus. aber da ist es doch so kuschelig drin!

Die Herrchen von Herrchen sind auch total nett zu mir! Lassen mich bei schönem Wetter immer im Hof bei ihnen spielen und da ist auch meine neue beste Freundin! Die haben einen Schäferhund, der mich gleich mitgenommen hat und jetzt stellen wir allen möglichen Blödsinn an! (Die Blumenbeete hab ich ja schon erwähnt!)

Ceniza Alles in allem find ich Deutschland einfach super, nur schade, dass nicht mehr Hunde aus Spanien hier sein können. also das liegt jetzt an Euch Leute! Helft den lieben Menschen von Kampfteddy, damit es noch vielen Hunden so gut gehen kann wie mir!

Adios

Ceniza


Happy End für Flocki und Frida
verfasst von Liane
Vor etwas mehr als 5 Jahren verließ mich meine kleine Dackelmaus Cilly (1988-2001), um endlich wieder ohne Erstickungsanfälle im Hundehimmel Maulwürfe zu fangen. Das gleiche Schicksal ereilte meine Second-Hand-Hündin Daisy (1995 - 2003) vor gut 2 Jahren. Beide Hunde kamen mit 7 Monaten, bzw. 2,5 Jahren zu mir, weil IRGENDWER meinte, der Hund wäre ÜBER und nicht zu gebrauchen. Daisy´s Tod beschäftigt mich bis heute sehr. 6 Jahre war die treue Große-Münsterländer-Hündin meine ständige Begleiterin. Mich gab es nur mit Hund. Um so schwerer war der Abschied; 6 Jahre Schmerzen waren einfach genug. Ich erlöste die hübsche von ihren unerträglich gewordenen Ellbogen-Arthrose-Schmerzen, die mein Tierarzt und ich mit allen Mitteln lange Zeit bekämpft hatten.
Ich trauerte ca. 3 Monate und konnte nicht mal einen Hund anschauen....Auf der Suche nach einem Münsterländer-Welpen (warum eigentlich ein Welpe???) stolperte ich über die Seite www.Setter-in-Not.de . Kein Züchter wollte mir einen GM-Welpen verkaufen, da ich keinen Jagdschein besitze und der Hund seiner Passion demnach nicht folgen kann....
Egal, ich war auf der Setter-Seite gelandet und verlor mein Herz an die Englischen Setter. Ich bewarb mich um eine 2 Jahre alte Hündin, welche aber bereits vermittelt war. Ich stolperte über das Zergportal, servte stundenlag herum und fand dennoch zurück zum Setter. Ein besonderes Bild ging mir nicht mehr aus dem Kopf (Tierheim in Mailand)

Frida,-Diana-und-Shaun Ich bewarb mich erneut für eine der beiden Mailänder-Hündinnen (Iinks Stella, mittig Shawn, rechts Frida). Eine Familie aus Göttingen hatte sich vor mir bereits erkundigt und sich vorbehalten eine der beiden Hündinnen (sehr warscheinlich die jüngere) aufzunehmen. Ich vereinbarte mit der Ansprechpartnerin damals, dass ich die Hündin nehmen wolle, welche "übrig" bleiben würde. Und so kam es auch. Frida war irgendwie "über". Komisch, die Hunde suchten mal wieder selbst aus.....Weil vom Osnarbücker Tierschutz keiner Zeit für eine Vorkontrolle hatte, organisierte ich mit kurzer Hand eine eigene und rief beim Meller Tierschutzverein an. Die SUPER NETTE Frau am Ende der Leitung war sofort im Bilde, da sie meine Familie und das örtliche Drumherum bestens kannte. ("ich bin bekannt wie ein bunter Hund" trifft es ganz gut...) Sie kannte meine Mutter und meine Wohnung und überhaupt unterhielten wir uns blendet. Sie versprach mir sofort "grünes Licht" zu geben, damit ich Frida bei mir aufnehmen konnte.
Ich fuhr mit einem Freund am 08.02.2004 in Richtung Karlsruhe um Frida abzuholen. Vor uns lagen 550 Km einfacher Weg bei Schnee und Eisglätte. Für meine Frida wäre ich auch nach Mailand gefahren.... Vor Ort war ich etwas geschockt über den Zustand dieser armen Kreatur. Bei Daisy hatte ich damals schon gedacht, ein echtes Elend zu übernehmen, aber Frida übertraf meine Vorstellung.
Die kleine 50cm hohe Hündin hockte in sich gedreht in einem Lieferwagen. Man hatte sie separieren müssen, da sie gerade läufig war und es unkastriert Rüden in der 1 Tages-Pflegestelle gab. Ich mußte mir echt Mühe geben, nicht zu heulen... Aus dem Lieferwagen verfrachteten wir sie ins Auto und los ging es Richtung Heimat. Fast 6 Stunden Autofahrt hielt die Süße aus, ohne sich nur einmal zu rühren! Auf der heimischen Abfahrt erbrach sie ihr Mittagessen....diesen Ritual hatte ich dann für zwei Monate zweimal täglich, auf dem Weg zur Arbeit und auch wieder zurück...

Flocki_schoen Zu Hause wurde mir leider sehr schnell bewußt, dass ich einen echten Pflegefall bekommen hatte. Frida war einfach nur apatisch, unglaublich ruhig. Alles ließ sie über sich ergehen. Ganz langsam machte sie in den folgenden 6 Monaten Fortschritte. Sie kannte NICHTS, wirklich NICHTS!! Dabei war sie aber sehr lieb und einfach nur dankbar. Leider kann sie das bis heute auch nicht immer zeigen. Jeden Tag nahm ich Frida mit ins Büro, versuchte bestmöglichst, sie an das "Leben" zu gewöhnen. Nach 6 Monaten traute sie sich das erste Mal aus meinem Büro in den Flur, ohne mich und die Leine...Viele Packungen Fleischwurst später ließ sie sich auch von meinen Kollegen ohne Zitteranfälle anfassen.
Die kleine "Kaspar-Hauser" Maus ist heute immer noch sehr ängstlich, dennoch muss sie mit mir durch den Alltag, manchmal tut sie mir so leid, alles ist purer Stress, sogar der Spaziergang im Wald. Gäbe es doch nur Dunkelheit und keine Menschen. Frida wäre sicher irgendwie anders....
Ich war natürlich infiziert vom Tierschutz und kam so zu meiner zweiten Maus. Flocki sollte am 17.07.2004 nach einer vergeblichen Vermittlung bei mir einziehen. Zuvor mußte ich aber noch erfahren, was es heißt sich auf einen Hund zu freuen, um ihn dann zwei Tage vor Ausreise wieder verlieren zu müssen. Shiva sollte eigentlich die Reise in mein Heim antreten, wurde aber 2 Tage vor Ausreise aus dem Tierheim in Mailand gestohlen. Weitere Hunde blieben ebenfalls unauffindbar. Ich war unendlich traurig.
KIKI war bereits vermittelt aber nicht gut aufgehoben. Mein Telefon klingelte: Sie haben sich doch auf Kiki beworben? Die Maus ist zurück aus der Vermittlung hieß es. Ich war Feuer und Flamme. Die kleine 8 Monate alte Settermaus sollte nun zu mir.

Flocki_sofa (20K) Wieder ging es auf die Reise. Diesesmal holten wir uns Verstärkung von den Hundepfoten-in-Not dazu und fuhren Richtung Stuttgart. Wieder knapp 600 km ein Weg... In der Pflegestelle waren alle begeistert von der kleinen Springmaus. Frida hockte zitternd drinnen im Haus auf dem Sofa...zu viele Menschen....
Beide hatten von Anfang an kein Problem miteinander, und stiegen problemlos ins Auto. Sie liegen auch heute nach 1,5 Jahren fast täglich zusammen im Korb und teilen sich Bett und Napf. Flocki ist mein Sonnenschein, mein kleiner Mini-Jagd-Floh, mein Puschelhund.... Liebe Leute, laßt die Züchter auf ihren Hunden sitzen, es gibt so tolle Hunde, die warten schon....sie müssen nur gefunden werden!

Frida_Flocki_Bett Zur Arbeit "müssen" die beiden auch jeden Tag ;-)
Seit Ende letzten Jahres bin ich durch das Forum von www.hundepfoten-in-Not.de dem Tierschutz näher gekommen. Ich bin nun Vereinsmitglied und versuche an verschiedenen Stellen zu helfen. Hilfe zu leisten ist gar nicht so einfach....vor allem wenn alle im Süden wohnen und ich im Norden. Da die Dogdivers am 21.01. nicht alle reservierten Hunde in Mailand ins Auto bekamen, flog ich kurzer Hand am 25.01. nach Mailand um 3 Hunde auf dem Rückweg mitnehmen zu können (Dank an meinen Chef, der mir kurzfristig 2 Tage Urlaub gab!!). Den Flug bekam ich durch Spenden aus dem Forum (DANKE IHR MÄDELS!!) zusammen.
Frida-muerrisch So ging mein erster Einsatz als geplanter "Flugpate" vonstatten. Morgens um 04 Uhr trat ich die Reise an, um 23 Uhr war ich wieder zu Hause. Der Tag war turbulent und teilweise unendlich zäh...
Um 06:30 Uhr startete der Flieger von Münster Richtung Bergamo. Ich landete um 09:30 Uhr nach einem wunderbaren Sonnenaufgang über den Alpen. Meinen Tag verbrachte ich in der Stadt, ungeduldig darauf wartend, endlich die Hunde mit nach Deutschland nehmen zu können. Um 16 Uhr traf ich mich mit der lieben Mailand-Seele Corinna am Flughafen. Sie hatte die drei GLÜCKSPILZE im Auto. Dexxi, Schäferhündin, 3 Jahre alt, davon 2,5 Jahre Tierheim-Haft und nahe dran sich aufzugeben Darma, Terrier-Mix-Hündin, Alter??? auf jeden Fall jung und frech ;--))) Full, Deutsch Drahthaar Rüde, 1 Jahr alt, sollte wegen einer veränderten Speicheldrüse nicht mehr sein....Der Besitzer hatte ihn auch nicht mehr gefüttert, kostet ja Geld.... Wir checkten die 3 Hunde erst einmal ein (AIR BERLIN ist spitze!!! 3 Hunde auf einen Namen!!! Für nur jeweils 25 EUR) und ließen die Mäuse draussen noch einmal pieseln.

Frida_Flocki Als wir dann einsteigen wollten, ich war echt nervös.....sollten die Hunde dann durch den Scanner....Röntgen....die spinnen doch die Römer.... Mit ganz netten Menschen verhandelt... und kurze Zeit später ging es dann mit Polizeischutz (3 Mann!!) ums Gate herum bis zum Flugzeug. Man muss dazu sagen, dass der Flughafen Bergamo nicht den Eindruck vermittelte, dass Hundetransporte zur Tagesordnung gehören.....Die Zeit wurde knapp, ich also von der Tür zum Rollfeld zum Boarding-Room...ins Flugzeug...puuhhhh, durchatmen...
Auf ging es. In Nürnberg mußten wir leider planmäßig umsteigen, die Hunde auch! Das Bordpersonal hatte mich an der Seite kleben...sind die Hunde alle in Ordnung und auch an Bord??? "Alles Bestens" bestätigte mir das Bodenpersonal! Wieder durchatmen...puuuhhhh
Full-Narbe In Münster kam dann Landung Nummer 2. Ich hoffte, dass Annett mit der neuen Dosenöffnerin von Dexxi auch anwesend sein würde. Das Adrenalin stieg mal wieder. An der Gepäckausgabe für Sonderfracht kamen die drei Boxen herausgeschossen. Alle drei guckten mich arg verstört an. Ein netter Mitreisender half mir, die Boxen auf Kulis zu verfrachten und bis zum Zoll zu schieben. Papiere??? Ja klar! Allesvorhanden und vollständig!! Sind das alles Ihre??? NEIN.....hätte ich doch JA gesagt...."Haben wir nicht schon genug Hunde in Deutschland" sprach der" "nette" Zöllner zu mir. Ich war müde, aufgeregt, wütend....und konnte mich zusammenreißen, fast jedenfalls....
Ich erwiderte, dass er die Umstände doch gar nicht beurteilen könne, und schob weiter. Ein junger Zöllner half mir schieben und versicherte mir, dass sein Kollege eigentlich ganz nett wäre. Ich erklärte ihm, dass ich das sogar glauben würde, drehte mich noch einmal um, grinste frech und winkte dem "netten" Zöllner noch einmal zu....nach Hause....
Draussen standen dann Annett von www.hoffnung-fuer-vier-Pfoten.de und die neuen Eltern von Dexxi, Gott sei dank!! Die beiden jetzigen Hannoveraner gab ich in gute Hände, Full nahm ich bis zum Freitag mit nach Hause, um ihn dann 2 Tage später an seine Pflegestelle in Berlin abgegebn zu können.

Full-entspannt Der süße Kerl hatte die Herzen daheim im Sturm erobert, mir tat es fast leid den hübschen und anhänglichen Kerl wieder abgegeben zu müssen. Leider fehlt mir der 3.Arm und Platz im Büro.... Wie man unschwer erkennen kann, mochte meine Frida den Besuch nicht wirklich gerne im Haus haben.

Flocki war auch eher glücklich, meine ungeteilte Aufmerksamkeit am Samstag wieder zu haben.


Laura: Bericht aus dem neuen Zuhause
verfasst von Christel Baumgärtel, der Retterin der Einstein-Bande, zu der auch Laura gehört.
laura

Anmerkung: Die Einstein-Bande besteht aus einem ganzen Rudel Hunde, welches am Strand in einem türkischen Touristenort lebte und entsorgt werden sollte. Durch den großen persönlichen Einsatz von Christel in und nach ihrem Urlaub konnte das Rudel von Herztier gerettet und aufgenommen werden. Mittlerweile leben alle Hunde in deutschen Familien oder warten noch in Pflegestellen auf ein endgültiges Zuhause.

Ich bin die Laura und ich habe seit Anfang April bei Stuttgart eine neue Heimat gefunden.

Habe direkt neben dem Haus von meinem neuen Herrchen (Bernd) und Frauchen (Sigrid) eine eigene Villa mit integrierter Hundehütte und einem eigenen Garten mit Tannenbaum.

Weil ich sehr gerne unter diesem Baum liege, hat Bernd mir noch zusätzlich einen Regenschutz unter meiner Kuhlenbaustelle angebracht. Eine Lieblingsbeschäftigung von mir ist Löcher graben und ich glaube, dass Bernd und Sigrid nächstes Jahr einen neuen Rasen anlegen müssen. Bernd und Sigrid sind im Vorruhestand und haben deshalb viel Zeit für mich und das finde ich toll. Bereits früh morgens geht es zum Gassi gehen und wenn ich auf den Spaziergängen meinem Freund Carlos begegne, dann geht die Post ab!! Auf den Feld- und Wiesenspaziergängen darf ich seit ein paar Wochen ohne Leine laufen und das macht echt Spaß. Wir gehen auf Spiel-Hunde-Suchen und wenn wir keinem begegnen, dann mache ich mich ans Mäuse jagen und buddele ganze Gräben aus. Wenn ich jedoch Feldhasen sichte, dann geht mit mir auch noch das Temperament durch und wenn Bernd nicht schnell reagiert, bin ich weg wie nix! Weil ich jedoch sehr schnell mit "reuiger Miene" wieder zurückkomme, ist Bernd auch nicht lange böse mit mir.

laura

Wenn das Wetter mit macht, gehen wir bald 4 Stunden am Tag spazieren und nur noch bei den Waldspaziergängen bekomme ich eine Leine um. Da sind aber auch zu verführerische Gerüche im Wald. Hmmmmmmm!!! Und es ärgert mich schon, wenn die Eichhörnchen mich vom Baum runter auslachen. Deshalb habe ich ja auch klettern gelernt und der Zaun in meinem Garten war kaum ein Hindernis für mich. Irgendwie kam das aber auch nicht so an und Bernd hat die Ausbruchstellen mit Draht erhöht. Wenn ich wollte, käme ich immer noch aus dem Garten heraus, aber ich bin ja ein kluges Mädchen und will meine Dosenöffner nicht verärgern.

laura

Was ganz toll ist: ich bekomme nicht nur Fertigfutter, sondern Sigrid kocht für mich lauter ganz leckere Sachen: gekochte Hühnchen, Rindfleisch mit leckeren Knochen, Pansen, Gemüse (na ja) und auch auf Spätzle stehe ich in der Zwischenzeit. Meine Köchin sorgt auch dafür, dass ausreichend so Spielzeuge, wie leckere Pansenknochen, in meinem Garten sind. Eines haben die beiden aber auch gemerkt: wenn es mir langweilig wird, lasse ich mir immer was einfallen. Gegenseitig sorgen wir schon dafür, dass es keinem von uns langweilig wird.

Also alles paletti, mir geht es gut und wenn ihr einem von meinem Rudel begegnet, dann richtet tierische Grüße aus!!! Eure Laura



Schöne Grüße von meinem neuen schönen Zuhause!
von Luna


Hallo, ich bin Luna und bin in Spanien geboren. Ich sollte getötet werden. Plötzlich war ich in Deutschland, bei einer Pflegestation. Frau Behrens hat sich meiner angenommen. Ich war zwar nur eine von vielen Hunden, aber nicht mehr ein Niemand. 5 Monate später haben sich zwei Menschen, ein Hund und eine Katze zusammengetan und haben beschlossen, das ich bei denen leben soll.

Nun habe ich eine neue liebe Familie. Ich bin sooo glücklich, das ich bereits mein neues Heim nach allen Regeln der Kunst verteidige. Und wenn ich mich mal wieder zu weit aus dem Fenster gelehnt habe und wild andere große Hunde anknurre und anbelle, die sich wagen mich in MEINEM Zuhause zu besuchen, dann muss halt mein neuer Kumpel das ganze ausbaden. Ich renne, wenn dann andere Hunde auch anfangen zu bellen, natürlich laut schreiend weg und beobachte, wie mein Kumpel (der übrigens ein riesen Schissser ist) mich verteidigt. Das ist richtig lustig. Nur Sam, also mein Kumpel, ist danach mit den Nerven fertig. Da muss er durch, er ist halt Rüde. Ich Frau UND klein, hihi.

Anfangs sollte mir doch tatsächlich nur ein "kleines" Körbchen "zugeteilt" werden. Mein grosser Kumpel hat aber so ein gaanz Großes. Da habe ich mir gedacht, mit mir nicht. Das will ich ! Und der arme Sam wusste nicht so recht, wo er die ersten 2 Tage schlafen sollte. Der tat mir echt leid. Aber - nö - ich will auch einen grosssen Korb und da habe ich drauf bestanden. Also hat Frauchen mir dann einen grossen Korb besorgt, Herrchen fand das zwar irgendwie albern, aber der weiss halt nicht was gut ist !



Ich habe mich soooo gut eingelebt, das ich mich sogar schon traue, alles was nicht hoch genug liegt, in meinen Korb zu tragen. Fernbedienungen, Schuhe, Zeitungen... das macht richtig spass. Komisch nur, das mir immer alles wieder weggenommen wird, aber das hole ich mir schon wieder !!

Nach Spaziergängen, fressen und spielen lege ich mich dann in mein Körbchen und der "dicke" Sam will immer unbedingt mir mir kuscheln. Manchmal ist der so`n bisschen grobmotorisch, dann gebe ich ihm bescheid und er entschuldigt sich. Alles prima !!

Ich hoffe, für alle anderen Fellnasen, das sie das gleiche erleben können wie ich ! Wir alle haben es verdient. Schließlich sind wir die liebenswertesten Geschöpfe der Welt. So - ich muss nun Frauchen ein bisschen von der Arbeit ablenken. Ich grüsse von ganzem Herzen Frau Kotte und Frau Behrens, die es mir ermöglicht haben, hier leben zu dürfen. Ich werde eine Hund-zu-Hund-Propaganda starten, damit auch ängstliche Hunde erfahren, wie lieb Menschen sein können.

Ein triefend nasser Hundekuss von mir, Luna !!


Glückliche Momente...
von Heike Brehm


Nachdem ich selbst vor kurzem, nach unserem Urlaub, mit großer Unterstützung einer deutschen Tierschützerin, einen Hund aus dem Ausland rettete, erreichte mich vor ein paar Tagen ein Hilferuf per E-Mail. Zwei Hunde aus Griechenland, für die schon zwei nette Damen als Flugpaten gefunden waren, suchten hier in Deutschland ein Zuhause.

Ohne zu überlegen machte ich mich sofort daran per Telefon alle Möglich- keiten in unserem Umkreis auszuschöpfen. Schon nach kurzer Zeit war ich in Besitz einer beachtlichen Telefonliste verschiedener Tierheime und Pflegestellen. Für die kleine Retrieverhündin "Anka" war schon nach kurzer Zeit eine Pflegestelle gefunden. Nun galt es noch die Huskyhündin " Melina" unterzubringen. Es war ein Wettlauf mit der Zeit, denn es blieben nur noch wenige Stunden...

Als ich endlich die Zusage für eine Pflegestelle in einem netten Huskyrudel erhielt, konnte ich mein Glück kaum fassen. Meine Hände und Knie zitterten vor Aufregung als ich Heidi Schmied per E-Mail die frohe Botschaft über- mittelte. Es war geschafft - die beiden "Griechenmädels" konnten kommen.



Schon früh fuhren Samstags mein Lebensgefährte Heinz und ich zum Flug- hafen Frankfurt um die beiden in Empfang zu nehmen. Es klappte alles "wie am Schnürchen" Ankunftszeit, Flugnummer u. Fluggesellsch. wurden mir mitgeteilt, so daß es einfach war den richtigen Ausgang zu finden. Nach freudiger Begrüßung der Flugpaten und ihren Schützlingen, einem netten Gespräch und einigen Fotos verabschiedeten wir uns mit guten Wünschen und machten uns mit den beiden "Kleinen" die in ihren Boxen langsam ungeduldig wurden, auf den Weg in den Odenwald zu ihren Pflegestellen.

Es war eine solche Freude zu sehen wie sie von ihren ausgesprochen netten und lieben "Familien auf Zeit" aufgenommen wurden und sich auch dort sichtlich wohl fühlten. Mittlerweile haben beide schon ihr "festes Zuhause" gefunden, und sind wunderbar vermittelt worden.

Es ist kaum zu glauben wie einfach es doch ist Glück und etwas Nützliches unter einen Hut zu bringen. Jedenfalls war es für mich das größte Glück, den beiden mit etwas Zeit und wenig Aufwand in eine bessere Zukunft verhelfen zu können. Wir wünschen uns daß viele Menschen diese "glücklichen Momente" erleben möchten und einfach helfen, denn die Tiere haben es doch alle verdient, wir würden es immer wieder tun...

Liebe Grüße

Heike Brehm u. Heinz Paul


TUTU - Ein fast ganz normaler Hund
von Claudia Niedenzu
Tutu ist ein kleiner Pekinesen-Mix Rüde, der im sonnigen Malaga geboren wurde. Doch er sollte nie die Sonne, den Strand oder das Meer sehen, denn er wurde ohne Augen geboren. Als seine Familie ihn nicht mehr wollte, kam er in die Tötungsstaion "Malaga Pound" Dort saß er dann fast die ganze Zeit seines 4-jährigen Lebens. Doch er hatte Glück, denn er ist der Liebling von Mr. Carlos dem Präsidenten vom Malaga Pound und von Fabienne.

TutuTutu

Im Internet konnte man ihn dann eines Tages als Notfall sehen und auch ich sah ihn da zum ersten Mal. Über E-mail und Telefon wurde der Kontakt hergestellt und es war eine langes hin und her , weil Mr. Carlos sich eigentlich nicht von ihm trennen wollte. Doch Fabienne überzeugte ihn schließlich, daß Tutu es besser und schöner in einem richtigen Zuhause hätte, da sie selbst wenig Zeit für ihn haben. Frau Hild regelt alles von Deutschland aus und dann war es soweit - Tutu-Piti kommt - begleitet mir einem langen Brief von Fabienne.

Es war Liebe auf den ersten Blick und wir mochten uns beide sofort und. Zu Hause angekommen, vertrug er sich auch gleich mit meinen anderen Hundis. Alles klappte einfacher als gedacht. Ich führte ihn an der Leine herum und zeigte ihm alles.

Heute, ein paar Wochen später - Tutu ist völlig selbstständig, geht alleine im Haus und Garten umher, findet den Wassernapf. Er springt alleine auf Couch, Stuhl und Bett. Dazu stellt er die Vorderpfötchen hoch, tastet mit der Schnauze und ist schon oben. Er bellt mit den anderen Hunden. Und wild ist Tutu auch, abends ist Spielstunde auf dem Sofa. Er "beißt" in meine Hände, schupst mit der Schnauze, liegt auf dem Rücken, strampelt mit den Beinen, will gekrault werden und will kuscheln. Er läuft nirgendwo mehr gegen.

Und manchmal ist er auch ungezogen und klaut Schokolade vom Tisch, Brennholz für den Kamin oder Socken. Das ist besonders schön - er ist eben fast ein ganz normaler Hund.

Ich danke den Flugpaten Fam. Boekels
Animal Compassion Espana
Mr. Carlos aus Malaga
Fabienne aus Malaga
Rita Hild aus Deutschland

Claudia Niedenzu


WIE AUS JOICE MONA-TAUSENDSCHÖN WURDE
von Karin Funk
Ich möchte gerne von Joice berichten.

Sie ist ein wunderschönes Hundemädel, wie auf den Bildern unschwer zu erkennen ist. Heute hab ich sie das erste Mal geduscht und Sie hat ganz stillgestanden und das abbrausen und einschäumen offensichtlich genossen. Danach hat sie auf dem Balkon in der Sonne gelegen und sich das Fell trocknen lassen. Jetzt ist sie noch schöner, aber das nur nebenbei.

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Wir haben sie am 17.7.04 in Düsseldorf abgeholt. Ich weiß nicht wer aufgeregter war: Mona (so heißt Joice jetzt bei uns) oder ich. Wir konnten sie schon von weitem Bellen hören. Dann kam Frau Lorenz mit der riesigen Box in der Mona geflogen ist und ich konnte sie überglücklich in Empfang nehmen.

Danach sind wir nach Hause gefahren auf der Rückfahrt hat sie gleich einen ganzen Kauknochen vertilgt und so ein wenig ihren Stress abgebaut. Ich glaube es war Liebe auf den ersten Blick bei uns beiden. Sie ist wie mein Schatten, da wo ich bin, will auch sie sein. Sie hat sich prima eingewöhnt und fährt ohne Probleme im Auto mit, wenn ich sie mit zur Arbeit nehmen muß. Dort liegt sie unter meinem Schreibtisch und schläft die meiste Zeit. Dort gibt es noch andere Hunde in einem großen Zwinger, aber da will sie nicht hin, weil ich nicht mitkomme.

Sie kann auch schon prima Sitz und Platz und apportiert ihren Futterbeutel (Preydummie). Den bringt sie mir auf meine Aufforderung mit "Apport" und dann darf sie daraus fressen. Wir gehen also mit dem Beutel jagen und als Ersatzbeute dient der Dummie. Das macht sie ganz prima und Spaß macht es ihr auch. Sie ist hinterher immer ganz müde und schläft zufrieden in ihrem Korb. Wir machen Hundeschule nach Natural-Dogmanship. Dazu gibt es auch eine Internetseite, www.natural-dogmanship.de. Dies ist eine gute Methode Hunde ganz hundgerecht zu einem Mensch-Hund-Team zu erziehen.

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Etwas muß sie allerdings noch lernen wenigstens ein oder zwei Stunden alleine zu bleiben aber das wird wohl noch einige Zeit dauern. Sie muß noch mehr erkennen, das sie mir und auch meinem Mann vertrauen kann und das wir sie nie mehr alleine lassen und immer wieder kommen. So das wärs fürs Erste. Wir geben sie nie mehr her und wünschen allen anderen Hunden denen es nicht so gut geht, daß sie auch bald ein zu Hause finden.

Liebe Grüße Karin, Jürgen und die allerliebste Spanierin, Mona-Tausendschön.


LOTTE - Die Geschichte einer schönen Spanierin
von Mona Luck
lotteEin vierter Hund? Nein- auf gar keinen Fall. Einen zusätzlichen Vierbeiner zu unserer misstrauischen Malinois-Schäfermischlingshündin Foxi, der knapp zweijährigen Welsh-Terrier-Mixhündin Cassis und dem etwas senilen, 12jährigen Schäferrüden Sherry aufzunehmen, war für uns kein Thema. Foxi und Sherry waren Tierheiminsassen gewesen, Cassis war aus einer nicht geplanten Liaison bei Nachbarn entstanden und irgendwie hatten wir das Gefühl mit unserer 5jährigen Tochter, zwei Katzen und drei Hunden komplett und ausgelastet zu sein.

Da ich jedoch nach wie vor daran dachte, irgendwann einmal einen Welpen einer Gebrauchshunderasse auszubilden, schenkte mir mein Mann ein Buch über Hunderassen. Sofort gefiel mir der Beauceron. Nachdem ich mehr über sein Wesen und Temperament gelesen hatte, wollte ich im Internet alles über diese Rasse erfahren. Gesagt, getan. Kurz vor dem Abschalten des PC sah ich noch den Hinweis "Beaucerons in Not" und - wie fatal - öffnete die Seite. An erster Stelle sah mich Lotte an, ein wirklich verzweifelter, verängstigter Blick, aber gütige Augen. Ich las ihre Geschichte: Sie war offensichtlich misshandelt und mit schwerverletztem Bein auf einer Landstrasse aufgefunden worden. Man hatte sie in eine Tötungsstation in Malaga, den sogenannten Malaga Pound gebracht, wo sie grausam vergast werden sollte. Ich sass tränenüberströmt da. Sofort rief ich meinen Mann an und nach kurzem Gespräch war klar, Lotte muss da raus. Alle unsere Vorsätze, wie: kein vierter Hund, kein erwachsener Hund, und vor allem keine weitere Hündin, waren über Bord geworfen.

Erfahrung mit ausländischen Tieren hatten wir gar keine. Der erste Kontakt erfolgte mit Helene Küng, die sofort eine Verbindung zwischen uns und dem deutschen Tierschutz, Rita Hild, herstellte. Dort erfuhren wir, dass Lotte mit anderen Hunden unverträglich sei, ob sie mit kleineren Kindern klar kam oder je mit Katzen in Berührung gekommen war, wusste man nicht. Wir berichteten von Foxi, die vor 2 ½ Jahren zu uns gekommen war und zu Beginn auch völlig unverträglich mit Artgenossen gewesen war. Nach anfänglichen Schwierigkeiten kam sie mit Cassis aus, der Senior Sherry, der dann mit 11 Jahren noch von uns aufgenommen worden war, war kein Problem mehr für sie. Unser Gefühl sagte uns, dass wir es schaffen könnten. Dass Lotte leishmaniose-positiv war wussten wir bereits aus dem Internet. Nach mehreren Gesprächen mit den Damen vom Tierschutz in Spanien erhielten wir Besuch vom hiesigen Tierschutz und nach gründlicher Platzkontrolle kam dann endlich der Bescheid, dass alle einverstanden waren - Lotte durfte zu uns kommen.

Damit standen wir vor dem nächsten Problem. Wie würde Lotte von Malaga in die Schweiz reisen? Mal eben schnell hinfliegen und sie abholen - wer kann das schon. Also musste ein "Flugpate" gefunden werden. Ein Flugpate ist ein Tierfreund, der sich bereit erklärt, auf seinem Rückflug pro forma ein Tier mitzunehmen. Das heisst, er geht absolut keine Verpflichtungen oder Risiken ein, denn das Tier wird ihm mit allen einwandfreien Papieren in der Flugbox zum Flughafen gebracht und bei der Ankunft von seinen überglücklichen neuen Herrchen in Empfang genommen. Leider stellte sich bald heraus, dass solche Flugpatenschaften in der Schweiz nahezu unbekannt sind. Mit grösstem Engagement von Rita Hild und Anfragen bei flugpate.com versuchten wir, Lotte so schnell wie möglich zu uns zu holen. Nachdem mehrere Wochen vergingen und sich einfach keine Lösung abzeichnete, entschlossen wir uns, Lotte auch von einem deutschen Flughafen abzuholen. Innert weniger Tage war ein Flugpate gefunden, Lotte würde in München ankommen. An einem regnerischen Sonntagabend fuhr mein Mann mit einem Miettransporter nach München und nahm Lotte in Empfang. Auf dem Rückweg bekam ich stündlich einen Bericht über Lotte´s Befinden. Ich war schrecklich aufgeregt. Endlich, morgens um 03.00 Uhr kamen die beiden erschöpft an. Lotte kam vorsichtig aus ihrer Flugbox heraus und nach einem kurzen Gassi-Gehen wollten wir nur noch schlafen. Lotte sah das allerdings ganz anders. Sie weigerte sich beständig, unser Haus zu betreten. Leckerlis, gutes Zureden, Wurstscheiben, all das half nichts. Nach 15 Minuten versuchten wir es mit Käse und siehe da, das war wohl zu verführerisch. Mit mehreren Stückchen lockten wir sie in´s Haus. Dort wartete der nächste Horror auf Lotte. Vor ihr stand der grosse schwarze Senior, gefolgt von einer gar nicht erfreuten Foxi. Doch wer vier Monate Tötungsstation unter 750 Hunden überlebt hat, kommt auch mit zwei verwöhnten Artgenossen klar. Nach imposantem Knurren war klar, Lotte würde hier zukünftig Chefin sein.

Die Nacht war sehr kurz. Schon früh morgens wollte unsere Tochter Chantal unbedingt die Neue sehen. Sofort merkten wir, wie viel Angst Lotte vor schnellen Bewegungen hatte. Doch bereits am Mittag kam die Wende: Chantal hatte einen heftigen, altersgemässen Wutanfall und sass heulend da. Lotte kam vorsichtig zu ihr, legte den Kopf in Chantal´s Schoss und leckte ihr die Tränchen von der Wange - das Eis war gebrochen. Kurz danach kamen schon die nächsten Neugierigen: unsere beiden Kätzinnen. Die sonst so vorsichtigen Samtpfötchen liefen schnurstracks zu Lotte und sie leckte ihnen über´s Gesicht. Das war weit mehr als wir erwartet hatten.

Nun machten wir uns an Lotte´s Unterlagen. Doch weder waren die dringend benötigten Medikamente dabei noch die Ergebnisse der letzten Blutanalysen. Lotte zu einem Tierarzt zu bringen war unmöglich, sie machte einen Riesenbogen um jedes Auto, vor allem wenn der Kofferraum offenstand.

Nach dem ganzen Reise- und Umstellungsstress ging es Lotte plötzlich gar nicht mehr gut, sie blutete aus offenen Pfotenballen, aus einem grossen Loch am Hinterschenkel und aus der Maulschleimhaut. Sie hatte einen akuten Leishmaniose-Schub. Diese parasitäre Erkrankung wird ausschliesslich durch Sandmücken übertragen und ist deshalb nicht ansteckend. Obschon wird ihre Pfoten gut verbanden, wurde jeder noch so kleine Spaziergang zur Tortur für sie. Nach mehreren Telefonaten mit spanischen Tierärzten und Tierkliniken erfuhren wir, dass Lotte ein Medikament namens Allopurinol benötigte. Doch die hier errechnete Dosis brachte keine Besserung, im Gegenteil. Lotte verliess aufgrund der Schmerzen das Haus nicht mehr und benutzte unseren Wohnzimmerteppich als Pipiwiese. Stubenrein war sie ohnehin nicht. Wieder einmal wandten wir uns an Rita Hild, die von Anfang an und bis zum heutigen Tag bei jeder Frage für uns da war und ist. Sie stellte Kontakt zu einer deutschen Tierärztin, Dr. Silke Otto, her, die nach längerem Gespräch eine neue Dosierung und einen ganz neuen Ernährungsplan vorschlug. Und siehe da, nach 10 Tagen waren die Pfoten fast verheilt.

Heute, nach 12 Wochen am Kerenzerberg, ist unsere Lotte ein wahres Prachtstück. Ihr Fell glänzt, sie hat zugenommen, sie rennt ohne Leine mit "ihrem" Rudel über die Wiesen, die unverträgliche Lotte. Ihre dickste Freundin ist unsere Cassis. Stubenreinheit war schon nach kurzer Zeit kein Thema mehr. Auch die Medikamente konnten wir mittlerweile reduzieren.

Auch alle unsere Freunde und Bekannten, die uns zunächst für verrückt hielten, sind inzwischen begeistert von Lotte. Durch unsere schöne Spanierin haben wir sehr viele interessante und wunderbare Menschen kennengelernt. Wir wissen, dass unser nächster Hund (allerdings kein fünfter) wieder ein ausländischer Notfall-Hund sein wird.


Manu
von Anissa Gunhold
manuNachdem wir schon ein Weilchen auf der Suche nach dem passenden Zweithund für unsere 8-jährige Colliedame Peaches waren, sind wir durch Zufall auf die Seiten des ACEspania gestoßen und haben dort den kleinen Jochen (heute Manu) entdeckt. Der kleine Fratz hatte uns sofort gefallen und so haben wir gleich bei der zuständigen Tierschutzbeauftragten für Deutschland nachgefragt, ob denn Manu noch zu vermitteln sei. Wir bekamen noch am selben Tag eine Nachricht, dass der Knirps noch sehnsüchtig auf einen Besitzer wartet. Von seinen vorherigen Besitzern an den Toren des Tierschutzvereines ausgesetzt, hoffte er auf neue, liebende Menschen.

Nach einen Wochenende voller Telefonaten und eMails, haben wir uns dann für Manu entschlossen und alles für das Adoptionsverfahren eingeleitet: Prüfung durch den Tierschutzbeauftragten, Übernahmevertrag, Überweisung der Gebühr und natürlich die Organisation des Fluges. Zu unserem großen Glück hat es nur 2 Wochen gedauert, bis endlich der passende Flug gefunden war und Manu in Dortmund am Flughafen endlich eintraf. Vor lauter Aufregung sind wir schon sehr früh losgefahren und waren fast 1 Stunde zu früh am Flughafen. Aber auch die neuen Besitzer von Manus Begleithund (sie kamen zu Zweit in der Box an) war schon da und so haben wir die Stunde schnell mit ein paar Unterhaltungen überbrücken können.

manuDann war es endlich so weit. Der Flug aus Spanien war gelandet. Aufgeregt standen wir vor der Absperrung und versuchten einen Blick hinter die Türen zur Gepäckabholung zu erhaschen. Bald schon war der riesige Transportkäfig geortet. Der nette Mann, der unsere Hunde mitbrachte war auch sichtlich fröhlich und guter Dinge darüber, 2 Hunden das Leben gerettet zu haben! Wir haben uns noch wortreich bei ihm bedankt und unsere kleinen Schätze aus der Box geholt.

Manu war gleich ganz anhänglich und drückte sich fest an unsere Beine! Hätte er nicht so furchtbar gestunken, wäre er wahrscheinlich direkt auf meinem Arm gelandet. ;o) So aber nahmen wir den Kurzen an die Leine und verließen mit der riesigen Box die Flughafenhalle. Nach einem kurzen Abschied von den anderen frischgebackenen Hundebesitzern standen wir da mit unserem neuen Hund. Wir gingen schnell zum Auto, damit auch Peachie endlich ihren neuen Mitbewohner kennenlernen konnte. Sie war wenig begeistert, was ich aber vornehmlich auch Manus penetranten Geruch zurückführte. Nach einigen Schwierigkeiten hatten wir dann auch endlich die Box ins Auto verfrachtet, die Hunde auf die Rückbank gesteckt und waren auf dem Weg heim in den Harz.

Wir machten noch kurz eine Pause an der Raststätte, damit die Hunde erstmal ein wenige zusammen Laufen konnten und auch trinken. Danach machten wir uns dann auf die Heimreise. Mitten in der Nacht trudelten wir zuhause ein und waren alle ziemlich müde. Die Hunde schliefen gemeinsam im Flur, Manu fühlte sich auf seinem neuen Schlafplatz auch sofort heimisch. :o)

Am nächsten Tag haben wir den Kurzen erstmal gebadet und genau untersucht: er war fit und machte einen munteren Eindruck. Der erste Spaziergang lief auch gut und er folgte uns auch super. Durch die ganze Aufregung hatte er natürlich erstmal ziemlichen Durchfall, weshalb die ersten Tage Schonkost auf dem Speiseplan stand. Davon abgesehen aber war Manu aber richtig gut drauf und hat sich schnell und unkompliziert bei uns eingelebt. Er ist frech wie Oskar und liebt es unsere Schuhe zu klauen, die Katze zu jagen und in Peachies Kudde zu liegen. ;o) Die beiden Hunde haben sich auch schon super zusammengerauft und toben draußen herum wie die Wilden!

Vielen lieben Dank nochmals für Ihre Hilfe!


Tosca
Tosca Tosca ist die Hündin, die im Malaga pound sass: über Jahre voll Angst, immer in Gefahr, durch die anderen tot gebissen zu werden, vergessen in ihrer Plastik-Liegeschale, blind, ohne Zuwendung und ohne Interessenten für sie.

Dank Flugpaten und eines zugesagten Adoptionsplatzes ist die Tosca der Hölle entronnen. Die Hündin kam erst einmal zu Sonja Wohlfart, die privat bei sich Hunde aufnimmt und sehr verantwortungsvoll weitervermittelt, in die Hundegruppe, in der sich alles Vermittlungshunde befinden.

Tosca sucht ein dauerhaftes, schönes Zuhause. Nach Möglichkeit bei ruhigen Leuten mit gleichmässigem Tagesablauf und keinen kleinen Kindern. Ein ruhiger, evtl. älterer Hund oder Katzen sind kein Problem.

Tosca`s Alter ist nicht bekannt. Sie ist mir Sicherheit keine ganz junge Hündin mehr, das Alter könnte zwischen 7 und 10 Jahren liegen. An den Zitzen lässt sich unschwer erkennen, dass sie viele Male Mutter wurde. Und obwohl sie ursprünglich als Husky-Mischling bezeichnet wurde, sind wir zwischenzeitlich der Meinung, dass sie ein Podenco-Mix sein könnte. Ihr sehr angenehmes Wesen, die grossen Ohren, die Kopfform sprechen dafür.

Sie ist mit allen Hunden verträglich, sie mag Katzen und ist freundlich zu Menschen. Trotz des fehlenden Augenlichts ist sie eine neugierige Eroberin: Jeder Winkel des Wohnhauses und des Gartens wurden erkundet.

Heute, nach nur vier Tagen im Pflegeplatz, legte sie sich entspannt im Garten in die Sonne, liess sich erwärmen und man merkte ihr ihre Zufriedenheit und Entspanntheit regelrecht an. Nach dem Abenteuer „Garten“ ist sie dann abends rechtschaffen müde und schläft glücklich und zusammengerollt tief und fest.

Tosca fehlen an der rechten Hinterhand die Zehen, keiner ahnt, was ihr da Schlimmes zugefügt wurde. Sie hat weder durch den Hinterlauf noch durch ihre Blindheit starke Beeinträchtigungen oder gar einen gedämpften Lebensmut – ganz im Gegenteil. Sie wäre überglücklich, endlich Zuwendung, einen eigenen kuscheligen Hundekorb und liebevolle Halter bekommen zu dürfen, die ihr ein wenig von der „guten Seite“ der Welt zeigen und geben.

Sicher ist es anfangs nötig, einem blinden Hund Hilfestellung zu geben, aber Sie werden erstaunt sein, wenn Sie Tosca in ihrem Umfeld in Bayern besuchen, wie unkompliziert der Hund sich im Haus und draussen bewegt. Sie brauchen wirklich keine Angst vor einer Behinderung dieser Art zu haben, die Hunde belehren uns da eines besseren...



Ozzy - Von der Kette in ein ganzes Rudel
von Danielle Schulze
ozzyAnfang Februar bekam ich einen Anruf von Veronika Meyer-Zietz von Eurodog auf Mallorca. Sie haben einen Husky in der Auffangstation und wissen nicht mehr weiter mit ihm, der arme Kerl muß an der Kette gehalten werden, weil er sich mit den kleinen Hunden nicht versteht. Das ist nicht außergewöhnliches für einen Husky und durchaus normal. Sie haben hier in Deutschland schon die Auffangstationen für Nordische abgeklappert, aber keiner hatte einen Platz frei, so fragte sie bei uns nach, ob wir Pluto zur Pflege aufnehmen könnten. Mein Mann und ich, wir sagten sofort zu, es war nicht der erste Husky aus Spanien, der zu uns zur Pflege kam.

Nun ging die Suche nach einem Flugpaten von Mallorca nach Nürnberg los. Gerade dieser Flughafen ist nicht gerade gesegnet mit Flugpaten und dann hat mir eine Freundin von der neuen Seite im Internet erzählt, www.flugpate.com . Ich habe mich gleich dort eingetragen und siehe da, nach gut einem Tag kam das Angebot von einer Flugpatin für Nürnberg. Wir waren selig und die Flugpatin stellte sich als sehr hilfsbereit heraus, da die Maschine voll mit Fahrradtouristen war und sie den Hund nicht mehr mitnehmen könnten. Sie setze alle Hebel in Bewegung, daß es doch noch klappte.

Am 20.03.2004 um 22.30 Uhr war es dann endlich so weit, Pluto kam nach Deutschland. Wir fielen uns am Flughafen erst mal in die Arme, obwohl wir uns nur vom Telefon her kannten, doch unsere Flugpatin freute sich so sehr für Pluto, daß sie nicht mehr anders konnte. Noch am Flughafen holten wir Pluto aus der Box, benommen von den leichten Beruhigungsmitteln und der Menschen, die um ihn herum standen, schaute er zwischen uns hin und her und versuchte zu realisieren. Ich führte ihn dann an der Leine zum Auto und machte die Tür auf, und schwups saß er auch schon drin. Auf der Heimfahrt hat er dann immer wieder seinen Kopf auf meine Schulter gelegt, ganz nach dem Motto "jetzt bin ich zu Hause" und er sollte Recht behalten.

Zuhause angekommen, hat er meinen Mann kennengelernt und unseren Rudelchef Fanto. Beide wurden stürmisch und äußerst freundlich begrüßt und wir waren froh, daß der Wichtigste unserer Hunde ihn so gut aufgenommen hat. Am nächsten Tag lernte er dann seine anderen Kumpels kennen, Dana, Goku, Cuero, Janie und Jack. Bis auf Cuero, hatten alle eine Riesenfreude, nur unser "Halbstarker" Cuero braucht noch seine Zeit um mit ihm gänzlich warm zu werden.

Nachdem sich wieder alles beruhigt hat, sah ich mir Pluto erst mal genauer an. Er ist recht dünn und das Fell in einem katastrophalen Zustand, kein Wunder nach alldem was er durchgemacht hat. Dann sah ich, daß ihm sämtliche oberen und unteren Vorderzähne, einschließlich der Fangzähne, stumpf abgeschliffen worden sind. Er tat mir unendlich leid in diesem Moment und nun war auch klar, warum er so dünn ist. Sein Futter bekommt er nun jeden Tag eingeweicht und er hat schon etwas auf die Rippen bekommen und fühltsich hier sichtlich wohl.

Einen neuen Namen hat er auch bekommen, aus Pluto wurde Ozzy - und er hört sogar schon darauf. Alles in Allem ist Ozzy ein sehr liebenswerter und charmanter Kerl, der es verdient hat, nochmal ein schönes Leben zu führen. Nun hat er alles, Kumpels, Huskyleben und ein freies Leben ohne Kette.


Melo
meloEigentlich sollte Schäferhund Tim fliegen, für seinen Transport hatten viele Menschen gespendet und eine Pflegestelle hatten wir auch schon gefunden. Doch dann starb Tim 2 Tage vor dem Flug an einer Magendrehung in der Tötungsstation.

Nun sollte Melo eine Chance bekommen, denn er sass in der gleichen Tötungsstation, schien die Situation aber besser zu verkraften als Tim. Melo hatte Glück, denn trotz der Anweisung des Chefs der Perrera, liess ihn die Angestellte nicht töten. Dies war auch nur möglich, da die Perrera in einem anderen Stadtteil liegt.

Er musste schwere Zeiten durchmachen, denn im letzten Sommer gab es nicht genug Futter und die hygienischen Zustände waren grauenhaft.

Vor einigen Wochen flog Melo dann endlich nach Stuttgart zu seiner Pflegestelle, zusammen mit vielen anderen Vierbeinern.



Flugpate.com